Theater-Spass : Vom Flunkern und seinen Folgen

Leichtes Spiel haben die Frauen mit dem Bühnenautor André Fabert, gespielt von Stefan Albertsen. Mira Reuter-Christiansen mimt in dem neuen Sommerstück der  Halligtor-Bühne die kokette Geliebte.
Leichtes Spiel haben die Frauen mit dem Bühnenautor André Fabert, gespielt von Stefan Albertsen. Mira Reuter-Christiansen mimt in dem neuen Sommerstück der Halligtor-Bühne die kokette Geliebte.

Die Halligtor-Bühne in Bredstedt landet mit ihrem Sommerstück wieder einen großen Erfolg. Die Geschichte vom liebenden Ehemann, der allzu leicht den Verlockungen durch das weibliche Geschlecht erliegt, kommt beim Publikum gut an.

shz.de von
01. Juni 2014, 15:00 Uhr

Zwei ausverkaufte Vorstellungen liegen hinter den Hobby-Schauspielern der Halligtorbühne Bredstedt. Acht weitere werden folgen.

Die Besucher erwartet ein unterhaltsamer Theater-Spaß mit einem überraschenden Happy-End beim diesjährigen Sommerstück im Bürgerhaus. Mit der Auswahl der turbulenten Verwicklungs-Komödie hatte Regisseurin Frieda Hansen nämlich voll ins Schwarze getroffen. Das Stück in drei Akten trägt den Titel „Der Seiltänzer“ und stammt aus der Feder von Marie Fagyas und Ladislaus Bush-Fekete. Die Gäste waren bisher jedenfalls begeistert von der Eigendynamik des Stückes, die die Zeit vergessen lässt. Witzige Dialoge lösten immer wieder Lachsalven aus. „Dass ein Mann seine Frau belügt, wenn er sie liebt, hab’ ich auch noch nicht gehört. Da muss ich ja in Zukunft besser aufpassen“, wandte sich lachend Zuschauerin Ingrid Hansen an ihre bessere Hälfte.

Geschicktes Flunkern beherrscht die Hauptfigur des Stückes jedenfalls (fast) perfekt. Der glücklich verheiratete Bühnenautor André Fabert, überzeugend verkörpert von Stefan Albertsen, bewältigt seine Drahtseilakte, sowohl beruflich als auch was das Verhältnis zum schönen Geschlecht betrifft, meisterlich. Die am Anfang sehr angespannte Regisseurin seufzte am Ende erleichtert auf: „Alles hat geklappt. Das Publikum ist gut mitgegangen und hat viel gelacht.“ Ihr Gefühl für das richtige Stück habe sie nicht getäuscht.

Zum ersten Mal kam bei der Premiere des Sommerstückes die von Martin Petersen neu installierte Beleuchtungstechnik zum Einsatz. In Kürze werden noch ein Weitwinkel-Beamer und neue Lautsprecher dazukommen, alles möglich geworden durch eine Spende der VR-Bank-Niebüll-Stiftung in Höhe von 10 000 Euro. „Wir sind sehr dankbar. So können wir zum Start unseres Weihnachtsmärchens mit moderner Technik arbeiten“, so Vereins-Vorsitzende Kornelia Gies. Die alte Anlage entsprach nicht mehr den Sicherheitsvorschriften. Bürgermeister Knut Jessen hatte im Hinblick auf die angespannte Finanzlage das Sponsoring angeleiert.

Für die nächsten Aufführungen sind noch einige Karten im Vorverkauf in Jörgs Hair-Shop oder an der Abendkasse zu haben. Das Stück ist zu sehen: am Mittwoch, 4. Juni, Montag (9.), Mittwoch (11.), Dienstag (17.), Donnerstag (19.), Dienstag (24.) und Mittwoch (25.), jeweils um 20 Uhr. Die Abschlussvorstellung beginnt am Sonntag (29.) um 16 Uhr.

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