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Ostereiermarkt in Tönning : Vom Batik-Ei bis zu frivolen Szenen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Beim 27. Internationalen Ostereiermarkt in Tönning hatten die Besucher wieder einmal die Qual der Wahl. 50 Aussteller aus Deutschland und Europa präsentierten eine Vielfalt filigraner Schönheiten.

Die Erfolgsgeschichte nach dem Motto „immer 14 Tage vor Ostern“ ging weiter. Bereits am ersten Tag war der Andrang im Tönninger Packhaus groß. Zum sechsten Mal in Folge fand dort der mittlerweile 27. Internationale Ostereiermarkt statt. 50 Aussteller aus Deutschland, den Niederlanden, Rumänien, Russland und der Ukraine präsentierten an zwei Tagen österliche Kunst am Ei. „Das müssen heute gut 1000 Gäste gewesen sein“, freute sich Organisatorin Frauke Schulz zur Halbzeit der Veranstaltung.

Den Startschuss gab Bürgervorsteher Jan Diekmann im Beisein von Bürgermeisterin Dorothe Klömmer, Stadtvertretern und den ehrenamtlichen Helfern vom „Runden Tisch Tönning“, die mit ihren Ehefrauen für das stimmige Drumherum sorgten, nicht zuletzt für Gaumenfreuden. Diekmann bedankte sich bei allen Helfern und den Mitarbeitern des Bauhofes, die mitangepackt hatten, um das Domizil herzurichten, ebenso beim Tourismusbetrieb mit Direktor Torsten Kress. „Es ist gut, dass der Ostereiermarkt seinen Standort in Tönning hat“, betonte Diekmann. Das Ambiente sei zudem stimmig. Hier habe man schon früher Waren aus aller Welt umgeschlagen.

Mit von der Partie war die Sylter Künstlerin Maria Schierz. „Ich bin sehr gern hier, auch wegen des netten Miteinanders“, erklärte sie. „Eine Abwechslung ist das hier, und so viele verschiedene Techniken und Motive sind hier zu finden. Jedes Ei ist ein Kunstwerk“, schwärmte Hannelore Mommsen aus Hamburg. Sie komme schon seit einigen Jahren, um sich inspirieren zu lassen. „Das ist wie Urlaub“, berichtete sie. Zu Ostern dekoriere sie ihre Wohnung am liebsten mit Eiern, die klassische Motive zeigten. Jedes Jahr nehme sie neue. Am meisten fasziniere sie die Batik- und Wachstechniken, die Maria Popescu anwende, oder die von der Holländerin Annie Barckhuis vorwiegend mit Ölfarben kreierten Eier mit historischen Motiven. Das wohl kleinste Ei der Ausstellung, ein Wachtelei, habe sie bei ihr entdeckt. „Zum Bemalen nehme ich die Lupe“, verriet die kreative Frau.

So gaben sich viele Sammler und Liebhaber buchstäblich die „Klinke in die Hand“. Eine Auswahl Eier aller Größen und Arten von Strauß, über Emu, Tauben, Hühner, Enten bis hin zu Gänsen sowie selbst gedrechselte waren zu finden. Ganz individuelle Motive, wie Vögel, Blumen und maritime Szenen, wechselten sich ab mit gemalten Geschichten oder gar Sprüchen. Öl-, Lack- oder Acrylfarben waren Grundlage für die Gemälde im Miniaturformat. Werke in Kratztechnik, gefräst, vergoldet, mit Seide umgarnt oder Scherenschnitten versehen hielten die Künstler ebenfalls parat.

Locker war die Atmosphäre im historischen Gemäuer. Gern standen die Akteure den Besuchern Rede und Antwort. „Ich sammle Eier mit nicht alltäglichen Motiven. Gerade habe ich welche entdeckt, die Geschichten aus dem Berliner Hinterhofmileu von Zille zeigen, total reizend“, begeisterte sich Marianne Deckmann aus Flensburg. Den ungewöhnlichen Einfall hatte Hans-Jürgen Merkert aus Lütjenburg umgesetzt. „Ich bemale seit 20 Jahren Eier und mir kommen immer neue Ideen. Ich fand es reizvoll, auch frivole Themen aufzugreifen“, erklärte er dazu. Nicht ohne Stolz zeigte er sein neuestes Werk mit dem Titel „Die Liebenden in Blau“. Er komme schon einige Jahre hierher, und er fühle sich wie in einer großen Familie. Die Menschen seien aufgeschlossen und würden viel fragen. Viele Besucher machten noch einen Abstecher zum österlich geschmückten Brunnen auf dem Marktplatz, ebenfalls eine Initiative des „Runden Tisches“.





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