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Muslimischer Poetry-Slam in Husum : Vom alltäglichen Wahnsinn

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Einen Poetry-Slam mit jungen Muslimen gibt es am Freitag (13.) im Husumer Speicher-Kulturzentrum. Die Veranstaltung ist Teil der Weltethos-Wochen des Christian-Jensen-Kollegs in Breklum.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Im Husumer Speicher startet am Freitag (13.) um 20 Uhr ein „i,Slam“, ein muslimischer Poetry-Slam, bei dem jugendliche Muslime über Leben, Glauben und den alltäglichen Wahnsinn in Deutschland texten. Unter den Slamern ist auch Sami El-Ali, Gewinner der diesjährigen „i,Slam“-Bundesausscheidung. Younes Al-Amayra und Youssef Adlah aus Berlin moderieren den Abend. In den Pausen gibt es eine interreligiöse Premiere: Dann texten Imam Dr. Ali Özdil und Pastor Friedemann Magaard, Leiter des Christian-Jensen-Kollegs in Breklum.

Die Veranstaltung ist Teil der Weltethos-Themenwochen des Kollegs in Kooperation mit dem Zentrum für Mission und Ökumene und dem Evangelischen Regionalzentrum. Noch gut eine Woche ist dazu die Ausstellung „Weltfrieden – Weltreligionen – Weltethos“ in Breklum zu sehen. Über sechs Wochen gab sie Besuchern und Gruppen einen Überblick über die Weltreligionen und ein sie verbindendes gemeinsames Ethos. 20 Schülergruppen waren dazu zu Gast, freut sich Magaard.

18 Veranstaltungen wurden in dieser Zeit von den Bildungspartnern auf die Beine gestellt. Am Dienstag (10.) findet in Breklum um 18 Uhr noch ein Demokratie-Kolleg zum Thema „Fluchtursache Religion“ statt. Am internationalen Tag der Menschenrechte diskutieren Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit, Greifswald, die Flüchtlingspastorin der Nordkirche, Fanny Dethlof aus Hamburg, sowie Schleswig-Holsteins Flüchtlingsbeauftragter, Kapitän Stefan Schmidt aus Lübeck, mit dem Publikum. Dabei geht es auch um die Frage, wie unsere Gesellschaft künftig mit Flüchtlingen umgehen sollte und es werden die Erfahrungen der Hamburger Lampedusa-Flüchtlinge diskutiert.

Friedemann Magaard: „Die Weltreligionen können einen wertvollen Beitrag zum Frieden leisten, wenn sich religiöse Menschen mit Respekt und echtem Interesse begegnen.“ Etliche Besucher seien überrascht gewesen, dass sich die „Goldene Regel“ in allen Weltreligionen wiederfindet: „Wenn Glaubende und wenn dem Glauben Distanzierte sich auf diese Handlungsweise verständigen könnten, dass wir nur so handeln wollen, wie wir selbst auch behandelt werden möchten, dann wären wir in Sachen Gerechtigkeit und Menschenwürde viel weiter.“

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