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Bundesstraße 202 : Vollsperrung wegen fliegender Blechplatten

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Umherfliegende Blechplatten vom Dach einer Scheune führten zu einer Vollsperrung der B 202 zwischen Garding und Tönning. Alles in allem zogen der Amtswehrführer von Eiderstedt und der Oberdeichgraf aber eine positive Bilanz der Sturmnacht. Zwar gab es viele Einsätze für die Wehren, die allerdings gut abgearbeitet werden konnten. Die Deiche waren nicht in Gefahr.

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erstellt am 07.Dez.2013 | 07:00 Uhr

„Ich bin mit meinen Leuten, speziell den Deichläufern, sehr, sehr zufrieden“, sagt Oberdeichgraf Jan Rabeler vom Haupt- und Deichsielverband Eiderstedt. Er unterstreicht, dass alles hervorragend geklappt habt. „Die Deiche haben keinen Schäden genommen, es bestand auch nie die Gefahr eines Bruchs, das Wasser lief maximal bis zur Hälfte an den Deichen auf“, so Rabeler. Im Nachhinein bewertet er die Lage in der Nacht als „entspannt“.

Eine arbeitsreiche Zeit haben die Freiwilligen Feuerwehren auf Eiderstedt hinter sich. Auch wenn die Schäden durch den Orkan „Xaver“ überhaupt nicht mit denen durch den Oktobersturm „Christian“ verursachten zu vergleichen seien, wie Amtswehrführer Norbert Bies feststellte. Doch auch so gab es noch genug zu tun, zahllose umgestürzte Bäume mussten von Straßen und Gehwegen geräumt werden, hinzu kamen mancher Orts herabgestürzte Dachsteine.

Bies und Rabeler loben übereinstimmend die gute Zusammenarbeit und die funktionierende Kommunikation. „Es gab deutlich weniger Notrufe durch die Bevölkerung als noch bei Christian“, sagt Norbert Bies sichtlich zufrieden. So seien im Gerätehaus in St. Peter-Ording in der ganzen Sturmnacht nur drei Anrufe besorgte Bürger eingegangen. Auch von der Leitstelle Nord seien deutlich weniger Anrufe besorgter Bürger durchgegeben worden. „Den Großteil der Arbeit haben wir uns selbst gesucht, denn wir haben ja im ganzen Ort patrouilliert und dann wenn möglich sofort sichtbare Schäden beseitigt“, erläutert Amtswehrführer Norbert Bies.

Die Auswirkungen von „Xaver“ sind auf Eiderstedt dennoch den ganzen gestrigen Tag zu spüren gewesen. Zwischen Garding und Tönning musste die Hauptverkehrsstraße, die B 202, voll gesperrt werden. Der Sturm hatte nämlich so heftig an dem Dach einer direkt an der Straße stehenden Scheune gerüttelt, dass die Blech-Dachplatten teilweise wie Geschosse durch die Luft wirbelten. Eine Platte bohrte sich dabei wie eine Axt in einen Straßenbaum. Daher wurde morgens um 5.50 Uhr die Vollsperrung der B 202 angeordnet. Die Sperrung hielt bis in die frühen Abendstunden an, denn die Leitung der zuständigen Tönninger Feuerwehr konnte es nicht verantworten, Einsatzkräfte zur Sicherung auf das Dach zu schicken, da die Windböen immer noch zu stark waren. Die Verkehrsteilnehmer mussten längere Umleitungsstrecken nutzen.

Auch Amtsdirektor Herbert Lorenzen ist zufrieden und bezeichnete die Nacht als „Übung unter ernsten Bedingungen“. Er dankte allen Helfern, die während „Xaver“ tobte, im Einsatz waren.

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