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Zwischen Husum und Viöl : Vollsperrung: Bundesstraße 200 wird saniert

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Für 5,4 Millionen Euro wird die Asphaltdecke der B 200 zwischen Viöl und Husum erneuert. Der Verkehr wird während der zweimonatigen Bauzeit umgeleitet, teilweise durch kleine Dörfer.

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erstellt am 16.Jun.2016 | 09:00 Uhr

Husum/Horstedt | Überrascht zeigte sich Horstedts Bürgermeisterin Karen Hansen, dass mitten durch ihr Dorf eine Umleitungsstrecke geplant ist. Darüber sei sie bislang nicht unterrichtet worden, sagt sie. Dass die B 200 zwischen Husum und Viöl saniert werden soll, sei ihr zwar bekannt, doch der Verlauf der Umleitungsstrecke nicht. Dies, so Olderups Bürgermeister Thomas Carstensen, sei nicht verwunderlich, denn der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Flensburg habe nämlich versäumt, auch das Amt Nordsee-Treene über seine Pläne zu unterrichten. „Die meinten mit der ausführlichen Info an das Amt Viöl sei alles erledigt“, so der Gemeinde-Chef. Allerdings sei ihm versprochen worden, dass das Versäumte schleunigst nachgeholt werden soll.

Und das ist nicht ganz unwichtig, schließlich sind als Umleitungsstrecke unter anderem von Husum kommend die B 5 bis Horstedt, dann durch Horstedt und Arlewatt die Landesstraße 273 und weiter durch Olderup die Kreisstraße 30 wieder zur B 200 vorgesehen. Und in diesem Streckenabschnitt liegen nicht nur die Grundschule in Horstedt, sondern auch zwei Kindergärten, einer in Arlewatt und einer in Olderup, an der Umleitungsstrecke. Silke Clausen, Bürgermeisterin von Arlewatt , überlegt nun, mittels eines kleinen Infoblatts die Bürger zu informieren, denn „wir haben viele Kinder im Dorf, die mit ihren Fahrrädern und Go-Carts bis an die Straße heranfahren“.

Nach den aktuellen Planungen des Landesbetriebs soll die Fahrbahn auf der B 200 zwischen Husum und Flensburg, zwischen Husum (Messe) und Viöl, nördlich des Kreisverkehrs, erneuert werden. Baubeginn ist am Montag, 11. Juli, im Bereich Husum. Beendet sein soll der Asphaltaufbau dann Ende September, so zumindest die Planungen des Landesbetriebs.

Rund 5.4 Millionen Euro wird die Fahrbahnsanierung verschlingen, die nach Ansicht von Thomas Carstensen eigentlich nicht so recht zu verstehen sei, „denn so schlecht ist die Straße nun wirklich nicht, da gibt es ganz andere in der Region“.

Nach Auskunft von Karl- Heinz Roos, Leiter der Flensburger Niederlassung des Landesbetriebs, sind für einige Arbeiten Vollsperrungen einzelner Streckenabschnitte erforderlich. Mit Rücksicht auf den Schülerverkehr beschränken sich diese aber auf die Zeit der Sommerferien, lediglich der letzte Schultag, der 22. Juli, ist davon betroffen. Eine Vollsperrung wird es vom 22. Juli bis zum 8. August auf dem Abschnitt Husum bis Olderupfeld und vom 10. bis 26. August auf dem Abschnitt Olderupfeld bis Immenstedt-Kiel geben. Zudem noch nördlich die Kreisels in Viöl, dort allerdings nur an einem Wochenende.

Wie seine drei Kollegen von den sogenannten Osterdörfern sieht auch Immenstedts Bürgermeister Johannes Feddersen dem Verkehrsstrom durch sein Dorf mit Sorgenfalten entgegen. Denn wenn er an die vielen Lkw denkt, die tagtäglich die B 200 entlang fahren, dann werde ihm ganz schlecht. Um auf der sicheren Seite zu sein, werde er aber Rücksprache mit der Polizei halten, um Geschwindigkeitskontrollen im Dorf vornehmen zu lassen. „Auch wohnen bei uns zwei Polizisten, die werde ich noch aufsuchen und bitten, zwischenzeitlich immer mal wieder den Verkehr zu kontrollieren“, sagt Feddersen.

Seine Arlewatter Kollegin Silke Clausen will auf alle Fälle während der Umleitungszeit ein Messgerät installieren lassen. „Das hat auch in der Vergangenheit immer gut gewirkt“, sagt die Gemeinde-Chefin. Sorgen machen sich alle Bürgermeister über mögliche Schäden, die durch den starken Verkehr verursacht werden könnten. Dabei verweist Feddersen auf die Landesstraße zwischen Haselund und Löwenstedt, die im Zuge einer Baumaßnahme auf der B 200 vor fünf Jahren ebenfalls als Umleitungsstrecke genutzt wurde. „Die Straße ist heute noch in einem erbärmlichen Zustand, sie wurde nicht wieder hergerichtet“, sagt Feddersen. Alle vier Bürgermeister wollen eine Bestandsaufnahme machen, etwa die Bordsteine unter die Lupe nehmen. Denn für Schäden daran muss die Gemeinde aufkommen. Schäden an der Straße selbst müssten der Kreis, beziehungsweise das Land geltend machen.

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