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Husumer Nachrichten

18. Oktober 2017 | 13:33 Uhr

Volkshochschule auf neuen Wegen

vom

Fest zur Eröffnung am Sonntag: Dank des Umzugs in das Gebäude an der Schobüller Straße wird das Kursangebot noch umfangreicher

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

husum | Am besten ist man dem Trend immer einen Schritt voraus. Das versucht auch die Volkshochschule (VHS) Husum, indem sie bei ihrer Themenauswahl stets die Wünsche der Menschen erforscht und berücksichtigt. Auch das aktuelle Programm verfolgt wieder dieses Ziel. Und durch den Umzug in das neue Gebäude in der Schobüller Straße stehen der VHS noch mehr Möglichkeiten als früher offen. So ist der neue Gebäudekomplex zum Beispiel komplett behindertengerecht eingerichtet. "Früher waren wir im dritten Stock, ohne Aufzug. Jetzt ist alles im Erdgeschoss angesiedelt", sagt VHS-Leiter Hans-Peter Schweger. Nur in einem Gebäude ginge es in den ersten Stock hinauf, wo aber auch ein Lift zur Verfügung steht.

Dessen Einbau wäre im alten VHS-Zuhause nicht mehr möglich gewesen, weil die Stadt nicht weiter in das Gebäude in der Theodor-Storm-Straße investieren wollte. Da aber die landesweite Schulreform des Jahres 2009 die Häuser der ehemaligen Hauptschule freiräumte, standen dort die Türen offen für die VHS: "In Husum gab es schon zwei Gemeinschaftsschulen und eine Regionalschule. Eine weitere Schule dieses Formats war also nicht von Nöten", erklärt Schweger.

Bevor der Kursbetrieb in vier Wochen starten kann, müssen aber noch ein paar Dinge geklärt werden. "Unsere Medien funktionieren noch nicht ganz", sagt der VHS-Leiter und meint damit die technischen Hilfsmittel in den Klassenräumen wie Beamer oder Smartboard. Dafür könne das Internet schon genutzt werden, was für einige spezielle Kurse, die bereits begonnen haben, wichtig ist. Damit diese Kurse in den neuen Räumen aber auch von den Teilnehmern gefunden werden, müssten noch Hinweisschilder im Stadtbereich aufgestellt werden, meint Schweger.

Schilder sind nur leider nicht von Nutzen, wenn sie nicht gelesen werden können: "Insgesamt gibt es sieben Millionen Menschen in Deutschland, die nicht richtig lesen oder schreiben können", sagt Karla-Lene Jäger als Leiterin der Lernberatung, die die ehemalige Förderstelle der VHS ersetzt hat. Die Angebote der Lernberatung sollen diesen Zustand ändern. Jeder Erwachsene könne hier seine Lese- und Schreibschwächen ausmerzen. Bei Kindern dagegen liegt der Fokus eher auf der Motorik, da "60 Prozent aller eingeschulten Kinder motorische Schwächen zeigen", so Lernberaterin Jäger. Diese Störungen könnten die Geschicklichkeit eines Kindes beeinflussen und blieben oftmals unbemerkt.

Daher habe man auch für den Tag der offenen Tür am Sonntag, 18. August, einen Geschicklichkeits-Parcours zusammengestellt. Das Fest dient auch als Rahmen zur offiziellen Eröffnung des neuen VHS-Gebäudes, denn "der Bürgermeister muss uns ja noch den Schlüssel überreichen", so Schweger. Neben den offiziellen Festlichkeiten präsentieren sich auch alle Fachbereiche den Gästen.

Vor allem in der Abteilung "Kultur und Gestalten" gibt es einige neue Angebote. Neben der Bildhauerei wird zum Beispiel auch "plastisches Gestalten" gelehrt. Hierfür steht extra ein Brennofen zur Verfügung, neben dem neuen Werkraum der Stolz des Bereiches. "Wir freuen uns, dass wir hier so schöne Räume zur Verfügung haben", sagt Bereichsleiterin Sine Ingwersen-Schmidt. Auch der Bau von Ton-Skulpturen und das Töpfern auf der Scheibe werden ab diesem Jahr in der VHS gelehrt. "Wir können uns auch vorstellen, ein paar Open-Air-Kurse zu veranstalten", sagt Schweger vorausblickend. Wie das mit den Schülern der Pestalozzi-Schule vereinbart werden kann, die den gleichen Innenhof für ihre Pausen nutzen, ist noch nicht klar. "Wir wissen zum Beispiel auch noch gar nicht, wie sich der Lärm auf den Unterricht auswirken wird", meint Schweger. Große Bedenken hat er aber nicht: "Das muss sich einfach ein wenig einspielen."

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