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Jugendwaldspiele : Viertklässler erkunden den Wald

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

120 Grundschüler aus Friedrichstadt, Schwabstedt und Ostenfeld eroberten bei den Jugendwaldspielen für einen Tag den Lehmsieker Forst.

Gummistiefel waren das A und O gestern im Lehmsieker Forst: Durchweichter Boden – und mit jedem Schritt der mehr als 120 Schulkinder wurde es noch ein bisschen sumpfiger. Dennoch: Die gute Laune war auf ungebrochen hohem Niveau, und viele Schüler bedauerten auch diesmal: „Schade, dass es nur einmal im Jahr hier hinaus geht – und auch nur in der vierten Klasse.“

Eingeladen zu den Jugendwaldspielen hatten die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Die Veranstaltung, zu der die Schulkinder aus Friedrichstadt, Schwabstedt, Ostenfeld und von der dänischen Schule anreisten, fand zum 42. Mal statt. Aus diesem Anlass hatte Forstdienstleiter Claas Löhr-Dreyer eine große Holztafel mitgebracht, in der diese Tatsache festgehalten ist. Neben den Schulkindern hatten sich Lehrer und begleitende Eltern am Bauwagen des Waldkindergartens eingefunden. „Ich freue mich, dass so viele Schüler teilnehmen und bin auch dankbar, dass sich der Regen für unsere Veranstaltung zurückgezogen hat“, erklärte SDW-Vorsitzender Hans-Jürgen Mewes. Mit dabei war auch Schwabstedts Bürgermeister Jürgen Meyer. „Das hier ist schon etwas ganz Tolles. Wir machen diesen schönen Wald für die Kinder erfahrbar“, sagte er.

Nachdem das Signal mit dem Jagdhorn gegeben worden war, startete jede der zwölf Gruppen an einem anderen Standort. Elf Stationen – besetzt mit Eltern und Lehrkräften – waren zu bewältigen; jedesmal gab es einen Stempel. Da galt es, über einen Baumstamm zu balancieren, im Waldweitsprung so weit zu hechten oder zu hüpfen, wie es die Waldtiere tun. Beim Zapfenwerfen war neben Geschicklichkeit auch Glück gefragt. Und dann wartete da auch noch Forstwirt Hans-Uwe Schnack „mit extra geschärfter Säge“. Die Schüler hatten die Aufgabe, zehn Zentimeter abzuschätzen und auf einem Baumstamm einzuzeichnen. Manchmal musste der Forstwirt schmunzeln: „Man muss sich wundern, welche Länge die Kinder mitunter für zehn Zentimeter halten.“ Darüber hinaus soll te der Nachwuchs erkennen, welche Dinge nicht in den Wald gehören und welche Früchte an bestimmten Bäumen wachsen und welche Stimme zu welchem Vogel gehört. Mit dabei an dem besonderen Schultag war auch Christoph Rabeler. Lange Zeit war er als Revierförster in diesem 140 Hektar großen Forst im Einsatz und alljährlich klettern die Schüler zu ihm auf den Hochsitz. Dort sollen sie Waldtiere erkennen und danach mit dem Fernglas ausfindig machen. Dabei spielt es kaum eine Rolle, dass sie ausgestopft sind.

„Das 50. Mal Jugendwaldspiele möchte ich hier unbedingt noch miterleben. Da gibt es sicherlich etwas Besonderes bei der Verpflegung – vielleicht eine Pilzsuppe?“, fragte Lehrer Frederic Pers von der Hans-Helgesen-Skolen schmunzelnd.

Mal nachgefragt: Was halten die Schüler vom Jugendwaldspieletag? „Ich finde ihn supertoll“, verriet die zehnjährige Melody aus der Ostenfelder Schule und schaut sich danach den großen Uhu aus nächster Nähe an. Mitschülerin Beeke fand diesen Tag „super gut“ und Lina gefiel der Aussichtsturm am besten , wie sie sagte. „Schade, dass wir beim Jugendwaldspieletag im nächsten Jahr nicht mehr dabei sind“, waren sich alle einig. Denn soviel steht fest: Auch 2018 kommen wieder Schulkinder der vierten Klassen hierher zu einem ganz besonderen Schultag in den Lehmsieker Forst.

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