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Deutsche Meisterschaft der Hütehunde : Vierbeinige Spezialisten

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Schafe sind Herdentiere und lassen sich deshalb nicht gern in Gruppen aufteilen – und so hatten mehr als 50 Hütehunde aus der ganzen Bundesrepublik eine schwere Aufgabe zu bewältigen bei ihren Deutschen Meisterschaften in Oster-Ohrstedt.

Schon von Weitem waren unterschiedliche Pfeiftöne zu hören. Für ausgebildete Hütehunde und ihre Zweibeiner eine alltägliche Art der Kommunikation. Bei den dreitägigen Deutschen Meisterschaften in Oster-Ohrstedt gingen mehr als 50 dieser Arbeitshunde aus der ganzen Bundesrepublik an den Start. Zu ihren Aufgaben gehörte es, eine Gruppe von Schafen entlang eines vorgegebenen Weges zu treiben, die Tiere in zwei Gruppen zu trennen und hinter ein Gatter zu bringen.

Die Ausbildung eines solchen vierbeinigen Spezialisten beginnt bereits mit einem Jahr: Der Hund lernt, die Schafe unter seine Kontrolle zu bringen, ohne sie zu ängstigen.

Die Art und Weise, wie der Hund sich den Schafen nähert – im besten Fall ruhig und souverän –, wurde dabei ebenso bewertet wie das Verhalten der wolligen Akteure. „Der Richter muss Schafe und Hund beurteilen“, erklärte Organisator Wolfgang Albertsen. Anhalten oder Fortlaufen sowie zu hastige oder schlampige Arbeit des Hundes kosteten ebenso Punkte wie das Abweichen der Schafe von der vorgegebenen Linie.

An den ersten beiden Tagen standen jedem Border-Collie fünf Schafe gegenüber. Zwei von ihnen trugen ein blaues Halsband und sollten von den übrigen Schafen getrennt werden. „Eine äußerst schwierige Aufgabe“, klärte Albertsen auf. „Herdentiere wollen bei ihren Artgenossen bleiben.“ Tatsächlich war es auch der schwierigste Abschnitt, an dem so mancher Hundeführer mit seinem Border-Collie scheiterte.

Die zwölf besten Hunde traten dann zum Finale um den Meistertitel an. 20 Schafe musste jeder von ihnen in 30 Minuten in den Griff kriegen und zwei Gruppen mit jeweils zehn Tieren bilden. Fünf Schafe – wieder mit blauem Halsband gekennzeichnet – , sollten zudem getrennt von ihrer Gruppe hinter das Gatter getrieben werden. Am erfolgreichsten waren am Ende Eggert Sievers aus Meggerdorf, der mit dem Rüden Sied Deutscher Meister geworden ist und mit Hündin Lyn auch noch Silber geholt hat, sowie der Drittplatzierte Matthias Lebang aus Büddelsdorf mit seinem Rüden Wist.

Die Weltmeisterschaft der Hütehunde findet im nächsten Jahr in Schottland statt und die Europameisterschaft in Dänemark.

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