Von Kinderkonzert bis Kunstschau : Vielfältiges Kulturangebot vernetzen

„Jungstiere“ der Schmiede Almdorf  präsentiert Arne Prohn mit Thomas Bartram (li.)
„Jungstiere“ der Schmiede Almdorf präsentiert Arne Prohn mit Thomas Bartram (links).

Die Ideenwerkstatt für St. Peter-Ording plant eine Präsentation im Internet. Ein Flyer wurde zudem entworfen. Damit wollen die Künstler möglichst viele Urlauber und Einheimische auf die große Zahl an Veranstaltungen und Ausstellungen aufmerksam machen.

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27. März 2014, 18:00 Uhr

„Hier ist kulturell eigentlich ganz viel los, aber es tritt nicht so in Erscheinung, wie es dürfte.“ Diese Erkenntnis kam Thomas Bartram bei einem der großartigen Konzerte in der St.-Peter-Kirche. Seit drei Jahren lebt er in St. Peter-Ording. Dem Ort selbst ist er seit Jahrzehnten verbunden. Viele Gäste und Einheimische sind beeindruckt von dem kulturellen Angebot. Da gibt es im Museum der Landschaft Eiderstedt die Veranstaltungsreihe Musik und Literatur unter Reet und regelmäßige Vorträge. In der St.-Peter-Kirche werden pro Jahr rund 30 unterschiedliche Konzerte aufgeführt, unterstützt vom Verein zur Förderung der Kirchenmusik. Im Backhaus der AG Orts-Chronik auf der historischen Insel im Dorf wird in der Saison andauernd zum vereinbarten Termin donnerstags Brot gebacken. Die Gemeindebücherei bietet turnusgemäß Krimi-Lesungen an und organisiert außerdem die alle zwei Jahre stattfindenden Nordsee-Krimi-Tage. Die Strandkorbhalle Hungerhamm verwandelt sich im Juli und August in eine Kunsthalle. Die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording (TZ) veranstaltet jährlich zu Himmelfahrt den Kulturhimmel und bietet über das Jahr kulturelle Vielfalt in Sachen Bildung und Unterhaltung. Es gibt die Speeldeel, die Trachtentanzgruppe und den Shantychor „Die Strandräuber“. Das Nationalparkhaus informiert über Leben zwischen Sand, Wind und Flut. Künstler laden zum Besuch ihrer Ateliers ein. Dies und noch viel mehr gibt es unter dem großen Begriff „Kultur“ – und alles in St. Peter-Ording. Diese Vielfalt im Kulturgeschehen trägt zur Lebendigkeit und zur Attraktivität des Ortes bei. „Unglaublich vielfältig ist das, was hier läuft. Wir sind Leute, die ein ansehnliches Kulturschaffen haben“, so Dr. Jutta Pabst.

Aber ist das auch hinreichend in der Öffentlichkeit bekannt? Sind die im Bereich Kultur Tätigen miteinander vernetzt? Könnte das kulturelle Angebot so dargestellt werden, dass Interessierte und Bewahrende sowie Schaffende in der Kultur mehr voneinander wissen? Ließe sich die kulturelle Vielfalt Einheimischen und Gästen deutlicher präsentieren, damit sie daran teilhaben können und die Angebote verstärkter nutzten? Diese und weitere Fragen bewegten Claus Heitmann, Ilse Stiewitt, Klaus Peters, Sibille Rehder und Thomas Bartram zur Gründung einer Ideenwerkstatt für St. Peter-Ording (IWSPO). So hatten sie zu einem ersten Treffen aller Kulturengagierten eingeladen.

Das Ergebnis ist ansehnlich. Es ist eine Präsentation im Internet geplant, Verlinkungen zu anderen Internetseiten, eine Zeitung für kulturelle Belange und ein Ausbau der Kooperation mit der TZ. Außerdem hat Georg Panskus einen Kulturwegweiser in Form eines Sets beziehungsweise Flyers entworfen. Er gibt in den Rubriken Künstler/Galerien und Musik, Museen, Geschichte sowie Brauchtum einen Überblick über das kulturelle Angebot mit Namen, Netzauftritt und Anschriften. Eine eingefügte Karte wird Hinweise auf die Lage im Ort geben. Er soll nun in Druck geben. Je 100 Euro stellen dafür Kultur-Treff, Backhaus und Tourismus-Zentrale zur Verfügung. Wer Interesse an einer Präsentation im Flyer hat, wendet sich umgehend per E-Mail an clausheitmann@gmail.com.

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