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Fördergelder für das südliche Nordfriesland : Viele Ideen für die Zukunft

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Aktiv-Region Südliches Nordfriesland startet in die zweite Förderperiode: 2,86 Millionen Euro stehen für Projekte zur Verfügung. Unter anderem soll die Fischerei unterstützt werden.

Auf guten Erfahrungen aufbauen – das hat sich der Vorstand der Aktiv-Region Südliches Nordfriesland für die neue Förderperiode vorgenommen. In seiner 30. Sitzung setzte er ein klares Zeichen: Die Eider-Treene-Sorge GmbH ist erneut mit dem Regionalmanagement für die Aktiv-Region bis zum Jahr 2023 betraut worden. Regionalmanagerin Hanna Fenske bedankte sich für das Vertrauen. Die ETS GmbH hatte ebenfalls die Integrierte Entwicklungsstrategie erstellt, die offiziell anerkannt wurde. Damit hat sich die Region gleich zu Beginn als gut aufgestellt gezeigt, wie Norbert Limberg vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) unterstrich. „Damit sind wir arbeitsfähig“, betonte der Vorsitzende Claus Röhe erfreut. Sobald das Landesprogramm von der EU genehmigt ist, können Förderungen für Projekte bewilligt werden. Etwa 2,86 Millionen Euro stehen dann dafür zur Verfügung. Um eine hohe Qualität zu gewährleisten, werden Projekt-Anträge nach einem Bewertungsbogen eingestuft. Die Strategie kann unter www.aktivregion-snf.de eingesehen werden.

Auf der Homepage ist auch die Teilstrategie Fischerei zu finden, deren Inhalte Hanna Fenske dem Vorstand präsentierte. Bei erfolgreicher Bewerbung als sogenannte FLAG (Fisheries Local Action Group – Lokale Aktionsgruppe Fischerei) kann die Region jährlich mit etwa 40  000 Euro aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds Projekte unterstützen. Die erarbeiteten Ziele für Husum, Tönning und Nordstrand reichen von der Differenzierung der Einnahmequellen über den besseren Dialog mit Naturschutz und Fischern bis hin zum Tourismus.

Von guten Ideen soll man lernen. So ist es fast schon eine Tradition, dass zu Vorstands-Sitzungen Referenten eingeladen werden. Jan Thormählen, Bürgermeister von Haselund, präsentierte die gemeindeübergreifende Entwicklungsstudie für Haselund, Löwenstedt, Norstedt und Sollwitt, ein Vorzeigeprojekt aus dem Amt Viöl. Die Kooperation der vier Gemeinden brachte nicht nur auf dem Papier Erfolge. Neben einem Jugendgemeinderat, der die Belange der jungen Generation authentisch vertritt, wurde etwa eine Gemeindekümmerin eingeführt. Diese sorgt sich unter anderem um eine weitere Konsequenz der Studie, den Bürgerbus. Und die Untersuchung ergab auch, dass mit drei Freibädern eine relativ hohe Dichte gegeben war – mit entsprechenden Kosten bei vergleichsweise geringen Gästezahlen für die Gemeinden. Mittlerweile hat man Konsequenzen gezogen: Das Freibad in Löwenstedt wurde geschlossen und das in Haselund saniert.

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erstellt am 02.Mär.2015 | 13:00 Uhr

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