Reparatur und Neubau : Viel zu tun für Husums Tiefbauer

Hier fährt derzeit nur der Bagger: Die Schückingstraße wird vollständig runderneuert.
Hier fährt derzeit nur der Bagger: Die Schückingstraße wird vollständig runderneuert.

Der Frost hat seine Spuren hinterlassen, die repariert werden müssen – und dann sind da noch die vorgeplanten Bauprojekte.

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16. April 2018, 12:00 Uhr

„Der Winter hat vieles über den Haufen geworfen“, sagt Klaus Lorenzen achselzuckend. Zu lang sei er gewesen und viel zu feucht, so der Leiter der städtischen Tiefbauabteilung. Deshalb könne er auch gar nicht sagen, „was wir in diesem Jahr noch angehen werden. Im Augenblick prüfen wir, welche Schäden Väterchen Frost hinterlassen hat und was davon zwingend in Angriff genommen werden muss“. Vor allem die Grandstraßen hätten unter der Nässe mächtig gelitten, wissen Lorenzen und sein Team. Im Ortsteil Schobüll gibt es derer besonders viele, „und die müssen wir jetzt nach und nach wieder verfüllen“. Auch zwei, drei Deckensanierungen stünden auf dem Plan.

Grundsätzlich gelte, dass ein Neubau immer besser sei als die Sanierung, erläutert Lorenzen. Mehr noch: „Immer nur Löcher zu stopfen ist auf die Dauer sogar teurer.“ Allerdings gibt es der Baustellen zu viele, um alles auf einmal schultern zu können. Das macht selbst der beste Haushalt nicht mit, „und so ist für den weiteren Erhalt von bereits angegriffenen Asphalt-, aber auch und im Besonderen von Grandstraßen zumindest förderlich, das Verkehrsaufkommen zu minimieren“.

Vor diesem Hintergrund wurde vor Jahren bereits der Porrenkoogsweg für den Autoverkehr gesperrt, damit er und die Straße Maas nicht länger als Verbindung zur Schobüller Straße genutzt werden. Nach demselben Prinzip wurde zuletzt auch der Mühlendamm mit Pollern bestückt, um die Verbindung zur Ostenfelder Straße zu kappen.

Dass der Winter Wunden ins Straßennetz geschlagen hat, die „verbunden“ werden müssen, bedeutet allerdings nicht, dass der städtische Tiefbau zum Erliegen gekommen ist. Im Gegenteil: Von drei laufenden Baumaßnahmen sollen zwei noch in diesem Jahr zu Ende gebracht werden. Da ist zum einen die Schückingstraße, die vollständig runderneuert wird. Parallel werden in Hockensbüll sowie an der Ostenfelder Straße – neben dem Lidl-Markt – neue Baugebiete erschlossen. Letzteres dürfte Ende August, Anfang September fertig werden, „während uns Hockensbüll wohl auch noch 2019 beschäftigen dürfte“, sagt Lorenzen. Anders als in der Vergangenheit solle mit einer Bebauung der Grundstücke erst dann begonnen werden, wenn alles fertig sei, berichtet er. Das Gebiet in der Ostenfelder Straße werde zudem eine Lärmschutzwand erhalten. Am Bahnhof würden 2018 die letzten Fahrradständer installiert, und in den Sommerferien soll die Au-Brücke zwischen Hermann-Tast- und Theodor-Storm-Schule demontiert und erneuert werden. Ursprünglich wollte die Stadt die Überführung sanieren, doch ein Nebenangebot hatte ergeben, dass ein Neubau auch nur unwesentlich teurer wird. Da greift sie wieder, Lorenzens Grundregel, wonach Sanierungen auf Dauer kostspieliger werden als Neubauten.

Anders sieht es im Hinblick auf die Klaus-Groth-Straße aus. Da sei die Entscheidung, wie es weitergeht, noch nicht gefallen, sagt Lorenzen und verweist auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt, das bereits vor Monaten erklärt hatte, dieser Straßenzug müsse im Zusammenhang mit dem gesamten Quartier betrachtet werden (wir berichteten). Lösungsansätze sollen erst dem Bauausschuss vorgestellt und mit den Anliegern erörtert werden. Die hatten zuletzt bemängelt, dass ihre Straße wie jede andere genutzt werde, obgleich sie dafür nicht geeignet sei, und zum Beispiel Autos, aber auch Busse bei Gegenverkehr auf den Gehweg ausweichen müssten (wir berichteten). Eine baldige Lösung wurde angemahnt. „Daran arbeiten wir“, versichert Lorenzen stellvertretend auch für das Ordnungsamt.

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