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Husumer Nachrichten

23. September 2017 | 04:16 Uhr

Hochbetrieb am Deich : Viel Technik im Einsatz

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Da staunten einige Teilnehmer der Deichschau auf Nordstrand: Auf der Baustelle zur Deicherhöhung wird mit voller Kraft gearbeitet. Allein im Bereich Mitteldeichshörn auf Nordstrand arbeiteten gleich fünf Bagger zur selben Zeit.

Bei der Deichschau in den Bereichen der Deich- und Hauptsielverbände Sönke-Nissen-Koog, Arlau, Nordstrand und Husum-Nord standen die Arbeiten zur Deichverstärkung am Alten Koog auf Nordstrand im Mittelpunkt der Sichtung. Projektleiter Günter Kruse vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) informierte die Teilnehmer über die Baufortschritte.

„Wir arbeiten uns von zwei Seiten aufeinander zu“, erklärte Kruse. Dabei sind die Arbeiten im Bereich Strucklahnungshörn am weitesten fortgeschritten. Die Fertigstellung eines ersten, 300 Meter langen Abschnitts kündigte er noch für dieses Jahr an. Auch von der anderen Seite der 2,5 Kilometer langen Deichverstärkung, dem Norderhafen, gehen die Arbeiten in Richtung Mitteldeichshörn voran. Fertiggestellt wird der Deich mit dem neuen Klimaprofil voraussichtlich Ende 2015. Dann hat das Bauwerk eine Höhe von 8,70 Meter, die Deichkrone wird fünf Meter breit. „So kann der Deich jederzeit um einen Meter erhöht werden“, erläuterte Kruse. Am Ende bietet das Bollwerk, wie es Oberdeichgraf Kurt Maart bezeichnete, nicht nur mehr Sicherheit für die Insel. Im Bereich Norderhafen gestaltet die Gemeinde den Bereich der Deichkrone zu einer Flaniermeile mit Ruhezonen und Beleuchtung – eine zusätzliche Attraktion für Touristen. Überrascht waren einige Schauteilnehmer von dem enormen technischen Aufwand. Allein im Bereich Mitteldeichshörn waren gleich fünf Bagger zur gleichen Zeit im Einsatz. Am Hafen Strucklahnungshörn erklärte Kruse die Funktionsweise einer „selbstschreitenden Presse“ zum Einbringen von Bohlen für die Gründungswand zur Sicherung des Untergrunds. „Es ist besser, solch ein Bollwerk zu bauen, als zu warten, dass der Blanke Hans vernünftig wird“, machte Maart seine Zustimmung zu dem nicht unumstrittenen Bauwerk deutlich.

Zuvor stellten die Teilnehmer in Husum fest, dass der Deich vor dem Porren- und dem Dockkoog in einem guten Zustand ist. Sie überzeugten sich auch von der Instandsetzung eines zehn Meter langen Abschnitts an der Deichstrecke Hattstedtermarsch. Dort war bei dem Sturm am 6. Dezember 2013 eine Rutschung durch Druckwasser entstanden. Im Neu- und Morsumkoog auf Nordstrand fehlt der Treibselabfuhrweg. „Deichverteidigungs- und Treibselabfuhrwege werden im Rahmen kommender Deichverstärkungen gebaut“, kündigte LKN-Baubetriebsleiter Dieter Schultz an. Im Bereich Sönke-Nissen-Koog soll die Deichfußentwässerung weiter fortgeführt werden. Der Kaninchenbefall auf der Hamburger Hallig ist nach wie vor groß.

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