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Neue Amtsvorsteherin in Mildstedt : Viel Respekt vor der Verantwortung

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Eva-Maria Kühl wird Nachfolgerin von Ralf Heßmann als Vorsteherin des Amtes Nordsee-Treene. Die Ostenfelder Bürgermeisterin wurde einstimmig gewählt.

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erstellt am 06.Sep.2017 | 14:00 Uhr

Eva-Maria Kühls Blick schweift durch den Raum. Alle, die im vollbesetzten Saal der Südermarscher Gastwirtschaft Voßkuhle Platz genommen haben, heben ihre Hand. Keine Gegenstimme, keine Enthaltung. „Eva-Maria, das ist ein einstimmiges Votum“, sagt der zweite stellvertretende Amtsvorsteher, Werner Peter Paulsen, und lächelt. Gerade wird die Bürgermeisterin Ostenfelds zur neuen Amtsvorsteherin des Amtes Nordsee-Treene gewählt. „Ich danke euch für das Vertrauen“, erklärt sie. „Das hätte ich mir im Leben nicht träumen lassen. Das ist eine große Herausforderung, und ich hoffe, ich kann eure Erwartungen erfüllen.“

Vier Jahre lang war Ralf Heßmann Vorsteher des Amtes Nordsee-Treene mit Sitz in Mildstedt – und damit für die Verwaltung von 27 Gemeinden verantwortlich. Das Amt Nordsee-Treene ist das zweitgrößte Schleswig-Holsteins. Im Juli hatte der Hattstedter Bürgermeister bekanntgegeben, dass er diese Position aus gesundheitlichen Gründen abgeben möchte (wir berichteten). Eine Entscheidung, mit der kaum jemand gerechnet hatte. Eva-Maria Kühl leitete als stellvertretende Amtsvorsteherin zunächst die Geschäfte ab 1. August. Offensichtlich zur Zufriedenheit der Mitglieder des Amtsausschusses, die die 50-Jährige jetzt zu Heßmanns Nachfolgerin erklären. Das gilt zunächst bis zur Kommunalwahl im Mai 2018. Dann werden die Karten so oder so neu gemischt.

„Damit bin ich ja nun einen Posten los“, erklärt Kühl augenzwinkernd und meint das Amt der stellvertretenden Amtsvorsteherin. Als Vorschläge für diesen Posten werden zwei Namen in den Hut geworfen: Mildstedts Bürgermeister Bernd Heiber und Koldenbüttels Gemeindechef Detlef Honnens. Bei der geheimen Wahl setzt sich am Ende Heiber mit 26 Ja-Stimmen durch. Honnens erzielt neun.

Einig ist man sich auch, dass Kühl dem wichtigsten Ausschuss des Amtes, dem Haupt- und Finanzausschuss, vorstehen soll. Die Leitung des Feuerwehrausschusses übernimmt weiterhin Ralf Heßmann, der sichtlich gerührt ist, als er mit sehr persönlichen Worten und dem Gedicht „Ich wünsche dir Zeit“ von seiner Nachfolgerin verabschiedet wird. „Zum Glück ist es ja kein richtiger Abschied“, sagt Eva-Maria Kühl. „Das Schöne ist, dass du uns als Freund, Bürgermeister und Mitglied des Amtsausschusses erhalten bleibst.“ Er habe sein Amt mit sehr viel Herzblut erfüllt, und sie sei sicher, dass ihm seine Entscheidung, es aufzugeben, nicht leicht gefallen sei.

Genauso wie für Heßmann steht auch für Kühl, die von Beruf Hauswirtschaftsmeisterin ist, der Zusammenhalt zwischen den Gemeinden, die kommunale Familie, im Mittelpunkt. Ihr wichtigstes Projekt sei, so Ostenfelds Bürgermeisterin, der Breitbandausbau. Und auf die Frage, wovor sie denn am meisten Respekt habe, antwortet sie: „Ich habe großen Respekt vor der Verantwortung und vor der Fülle der Aufgaben. Und davor, wirklich allen gerecht zu werden.“

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