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Gab es ein Ultimatum? : Verwirrung um Straßenausbau

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Gemeinderat Schwabstedt soll sich noch einmal mit dem Thema Kreisstraße 135 befassen, denn angeblich soll es ein Ultimatum des Kreises gegeben haben.

Eine größere Zuhörerschar begleitete die jüngste Bau- und Wegeausschuss-Sitzung in Schwabstedt. Hauptthema war erwartungsgemäß der Ausbau der K 135. Das einen Kilometer lange Teilstück mit seinen Straßenzügen Mühlenberg und Schloßstraße spottet jeder Beschreibung. Seit rund zwei Jahrzehnten wird um den Ausbau gekämpft. Daher wird die für 2016 angepeilte Sanierung auch von allen Seiten begrüßt. Da für einen zweiten Bürgersteig, der angeblich die Voraussetzung für den geplanten Ausbau ist, Grundflächen von Anliegern benötigt werden, gibt es derzeit Uneinigkeiten. Das bringt das Projekt in Gefahr. Drei Anlieger sind nicht bereit, Flächen abzutreten. Dazu der Ausschussvorsitzende Broder Pörksen (WGS): Der Kreis Nordfriesland will 1,2 Millionen Euro in den Ausbau investieren. Die Gesamtbaukosten betragen 1,5 Millionen Euro, für die Gemeinde verbleiben ungefähr 200.000 Euro. Zuruf eines Einwohners: „Man könnte doch auch Streifen auf der Fahrbahn ziehen für die Radfahrer. Warum geht so etwas nur in Städten?“ Dazu Gemeinderat Helge Marxen (WGS): „Der Kreis hat uns die Pistole auf die Brust gesetzt und gesagt: Entweder ein zweiter Fußweg – oder wir lassen das Bauvorhaben fallen.“ Gemeinderat Lothar Hoffmann (CDU): „Fakt ist, dass der Kreis Nordfriesland Auflagen gemacht hat, wie einen zweiten Bürgersteig. Wenn jetzt aber Fakt ist, dass dieser zweite Bürgersteig nicht gebaut werden muss, sollten wir dies bei der nächsten Gemeinderats-Sitzung klären – und auch, was passiert, wenn die drei Anlieger nicht verkaufen.“ Der ehemalige Bürgermeister Bernd Wachter: „Es gibt eine Aktennotiz, da steht drin, dass Kreis und Landesbetrieb auf den zweiten Bürgersteig verzichten und die K 135 trotzdem ausbauen.“ Die Einwohnerschaft darf gespannt sein, ob in der Gemeinderats-Sitzung geklärt wird, ob es stimmt, dass der Landkreis nur unter der Bedingung ausbauen will, wenn ein zweiter Fußweg entsteht. Oder soll dieser zweite Bürgersteig lediglich auf Wunsch der Gemeinde gebaut werden?

Die letzten Grundstücke im Baugebiet Rosenkoppel sind reserviert. Nun soll in den Haushalt der Endausbau aufgenommen werden.

Zur Wegeschau sagte der Vorsitzende: „Der Kreis Nordfriesland veranlasst die Arbeiten, das Amt soll die Arbeiten überprüfen. Wir hatten jetzt den Fall, dass die Arbeiten schlecht ausgeführt sind. 20 Prozent der Arbeiten waren mangelhaft, dafür wurden andererseits Arbeiten ausgeführt, die gar nicht gemacht werden sollten. Das war recht chaotisch. Wir sollten im Gemeinderat besprechen, wie das mit Amt und Kreis gehen soll.“

Gestutzt werden sollen die Kugelahornbäume im Trassenheider Weg. Die Gemeinde
arbeiter sollen den Weg von der Rosenkoppel bis zum Bahnhof neu mit Grand befestigen. Zur geplanten Ortsgestaltungssatzung sagte Holger Schwerdt (SPD): „Es ist schwierig, eine Satzung für den Schwabstedter Ortskern aufzustellen. Wir haben drei Vorlagen gehabt – für Schwabstedt passt da nichts.“ Pörksen: „In einer Satzung muss man ja nicht bis auf Details der Fensterrahmen eingehen.“ Abschlusswort im öffentlichen Teil von der stellvertretenden Bürgermeisterin: „Ich möchte den Tonfall, der heute Abend anklang, rügen.“

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