Nordstrand : Verstärkung von der Hallig

Ruth Hartwig-Kruse mit dem bisherigen Amtsinhaber Werner Peter Paulsen. Er gehörte – trotz Enttäuschung über die Gegenkandidatur – zu den ersten Gratulanten.
Ruth Hartwig-Kruse mit dem bisherigen Amtsinhaber Werner Peter Paulsen. Er gehörte – trotz Enttäuschung über die Gegenkandidatur – zu den ersten Gratulanten.

Bürgermeisterwahl: Ruth Hartwig-Kruse von Nordstrandischmoor löst Werner Peter Paulsen ab.

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24. Juni 2018, 15:51 Uhr

Ein bis zum letzten Platz mit interessierten Zuhörern gefüllter Saal im Engländer Krug begleitete die konstituierende Gemeindevertreter-Sitzung auf Nordstrand. Seit der Kommunalwahl ist neben der CDU (drei Sitze), den Sozialdemokraten (sechs Sitze) sowie der Wählergemeinschaft (drei Sitze) mit dem Bündnis 90/Die Grünen (drei Sitze) eine weitere Fraktion in der Gemeindepolitik vertreten.

Die veränderten Mehrheitsverhältnisse brachten sodann Spannung in die Bürgermeisterwahl. Denn neben dem bisherigen Amtsinhaber Werner Peter Paulsen (CDU) wurde Ruth Hartwig-Kruse für diesen Posten vorgeschlagen. In geheimer Wahl konnte die Bewerberin neun der möglichen 15 Stimmen auf sich vereinen. Damit stellt die auf Nordstrandischmoor lebende Sozialdemokratin die erste Bürgermeisterin der Gemeinde.

Im Vorfeld zur Abstimmung hatte allerdings Werner Peter Paulsen seiner Enttäuschung über die Kandidatur von Hartwig-Kruse noch einmal Luft gemacht. „Ruth hat immer gesagt, dass sie mich bei der Wahl unterstützen würde. Deshalb bin ich sehr enttäuscht, dass sie sich jetzt gegen mich stellt“, erklärte er. Nach der Wahl gehörte der nach acht Jahren aus dem Am scheidende Paulsen jedoch zu den ersten Gratulanten.

Ebenso fand Ruth Hartwig-Kruse versöhnliche Worte. „Ich hoffe, dass wir die entstandenen Spannungsverhältnisse jetzt niederlegen können, um die Zukunft der Gemeinde gemeinsam zu gestalten. Ich koche auch nur mit Wasser. Aber ich werde mich bemühen, soweit es irgend geht, vor Ort zu sein“, sagte sie.

Kurz und knapp wandte sich ferner Karen Hansen an die neue Gemeindevertretung. „Arbeitet für Nordstrand“, lautete der klare Auftrag der Amtsvorsteherin.

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