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Goldener Scheckenfalter : Verschollener Schmetterling vor Comeback – Tausende Raupen ausgesetzt

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Naturschützer setzen 1000 Raupen in Lütjenholm aus – und hoffen, dass daraus viele Schmetterlinge werden.

Lütjenholm | Kann sich der vor fast einem Vierteljahrhundert aus Schleswig-Holstein verschwundene Goldene Scheckenfalter wieder im Norden ansiedeln? Am Mittwoch wurden in Lütjenholm im Kreis Nordfriesland 1000 Raupen ausgesetzt. Aus den Larven soll sich der seit 25 Jahren verschollene Goldene Scheckenfalter entwickeln.

Das Projekt ist umstritten. Es hat es beispielsweise schon ins „Schwarzbuch“ des Steuerzahlerbundes geschafft, in dem skurrile und teure Fälle von Steuerverschwendung in Schleswig-Holstein aufgelistet werden. 3,3 Millionen Euro fließen bis 2018 in das Artenschutzprojekt, das 2010 startete. Die Hälfte bezahlt die EU, den Rest die Stiftung Naturschutz. Für das Projekt wurden 14 Hektar Nadelwald abgeholzt. Ob die Wiederansiedlung gelingt, gilt unter Fachleuten als ungewiss.

„Diesem Tag habe ich lange entgegengefiebert“, gab die Projektleiterin Antje Walter zu. Nach sieben Jahren Laufzeit könne sie sagen, „dass das Projekt bisher erfolgreich war – und das macht mich stolz“. „Wir geben dem seit den 1990er-Jahren im Lande verschollenen Goldenen Scheckenfalter seine ursprüngliche Heimat zurück. Die Heidefläche hat sich inzwischen gut entwickelt“, erklärte Schmetterlingsexperte Detlef Kolligs. Die für den Falter so wichtigen Pflanzen – wie Teufelsabbiss, Schwarzwurzel oder Arnika – haben sich auf dem 16 Hektar großen Areal bereits gut etabliert.

Insgesamt 1000 gezüchtete Raupen sollen künftig zwischen Heide, Dünen und Feuchtwiesen ihre neue Heimat finden. Wenn sich davon 50 Prozent zu Schmetterlingen entwickeln, verbuchen die Naturschützer das als großen Erfolg.

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erstellt am 26.Apr.2017 | 18:01 Uhr

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