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Aktion: Menschen des Jahres : Verlässliche Begleiterin in der Trauer

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Husumerin Isolde Brendler ist zur Stelle, wenn ein Sterbender und seine Angehörigen Trost brauchen. Inzwischen hat die von ihr gegründete ökumenische Hospizgruppe mehr als 30 Mitstreiter.

„Es ist ein Geben und Nehmen“, sagt Isolde Brendler – und meint damit nicht einen Händedruck oder den Austausch von Nettigkeiten. Der Husumerin geht es um Grundsätzlicheres, um eine Sache, über die Menschen nicht gern sprechen: um Abschied, Trauer und den Tod.

Für Brendler ist der Tod ein Teil des Lebens. „Dass wir immer mit dem anderen Ende verbunden sind, macht unser Dasein kostbar“, sagt sie. Vor 15 Jahren fasste die heute 70-Jährige daher den Entschluss, einem Aufruf in den Husumer Nachrichten zu folgen und – unter dem Dach von Diakoniestation und Caritas – eine ökumenische Hospizgruppe ins Leben zu rufen. Mittlerweile unabhängig von Konfessionen betreuen sie und 33 Mitstreiter Menschen auf ihrem letzten Weg und in der Trauer. Davor lag eine einjährige Ausbildung – „die einzige im Ehrenamt überhaupt“, erläutert Brendler. Einen Tag vor ihrer Nominierung starb Brendlers Mann Rolf, mit dem sie fast fünf Jahrzehnte zusammenlebte. Dass sie trotzdem kandidiert, hat auch mit dem geliebten Lebensgefährten zu tun: „Rolf hätte es so gewollt“, weiß Isolde Brendler.

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erstellt am 11.Nov.2014 | 21:00 Uhr

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