zur Navigation springen

Kitesurf-Worldcup in St. Peter-Ording : Verkehrskonzept hat sich bewährt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Eine positive erste Bilanz zieht die Tourismus-Zentrale von St. Peter-Ording nach dem Kitesurf-Worldcup. Demnach gab es deutlich weniger Probleme mit Partygästen, Müll und Lärm.

Der zehnte Kitesurf-Worldcup in St. Peter-Ording ist zuende. Neun Tage Ausnahmezustand mit Top-Sport am Strand liegen hinter dem Badeort, seinen Einwohnern und Gästen. Auf dem Eventgelände am Ordinger Strand fanden gestern die letzten Abbauarbeiten statt.

Zeit für ein erstes Fazit. Denn diese Veranstaltung war nicht nur wegen des kleinen Jubiläums und des Besucher- sowie Messerekords etwas Besonderes, sondern auch wegen des neuen Verkehrs- und Sicherheitskonzeptes. Nach den negativen Begleiterscheinungen besonders in den vergangenen drei Jahren hatte sich die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording gezwungen gesehen, gemeinsam mit dem Veranstalter aus Hamburg entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. So war der Strandparkplatz ab 18 Uhr an jedem Tag für Autos gesperrt, es gab zusätzliche Stellflächen im Ort, deutlich mehr Kontrollen von Sicherheitsdienst, Polizei und Ordnungsamt sowie eine Einbahnstraßen-Regelung in Ording. Wilden Partys und wildem Campen am Strand mit entsprechendem Lärm und Müllmengen sollte ein Riegel vorgeschoben werden.

Und das hat weitestgehend funktioniert. „Das Verkehrskonzept ist gut aufgegangen“, sagte die stellvertretende Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff auf Anfrage. Jeden Tag hätten die Verantwortlichen zudem nachjustiert. „Dieses tägliche Nachprüfen ist bei einem 30-Punkte-Papier auch unbedingt erforderlich“, so Höfinghoff. Insgesamt sei die Situation im Vergleich zum Vorjahr sehr viel besser gewesen. „Der Strandparkplatz war jeden Abend leer.“ Vom Event-Gelände schallte keine Musik in den Ort. Und die Einbahnstraßen-Regelung in Ording ging ebenfalls auf, so konnten Rettungswege freigehalten werden. „Insgesamt gab es deutlich weniger Einsätze für Polizei und DLRG, weniger Vandalismus und deutlich weniger Müll.“

Doch es gibt auch einige Kritikpunkte. So müsse über andere Ausweichstellplätze nachgedacht werden, die außerhalb des Ortes liegen, betonte Constanze Höfinghoff. Da am Strand nicht mehr privat gefeiert werden konnte, ging es teilweise auf den Stellplätzen in der Utholmer Straße und im Norderdeich hoch her, obwohl dort nur übernachtet, aber nicht gecampt werden durfte. Die Waldallee war halb zugeparkt, auch dort ging es teilweise rund. Dabei hätten die Leute doch noch bis längstens um drei Uhr auf dem Eventgelände feiern und chillen können, so Höfinghoff. Ein weiterer Brennpunkt war der Strandweg. Der Rückstrom der Partygäste sorgte spätnachts für Lärmbelästigung. Daher soll auch im kommenden Jahr ein Shuttle-Service vom Strand zu den Stellplätzen eingerichtet werden. Ferner sollen die Anwohner in Ording früher über die Verkehrsregelung informiert werden, da hatte es einige Kritik gegeben. Insgesamt ist Constanze Höfinghoff aber sehr, sehr zufrieden mit dem Ablauf und dem neuen Konzept. An diesen Standards soll festgehalten werden, ebenso am späten Veranstaltungs-Zeitpunkt. 2016 wird der Kitesurf-Worldcup voraussichtlich vom 26. August bis zum 4. September stattfinden.

 

 

 

zur Startseite

von
erstellt am 01.Sep.2015 | 07:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen