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Innenstadt auf dem Prüfstand : Verkehr soll bald lückenlos vernetzt sein

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mobilitätskonzept heißt das Zauberwort: In Husum sollen alle Kräfte gebündelt werden, um den Verkehr in der Innenstadt neu zu ordnen. Dabei spielen die Pläne für die ehemalige Hertie-Immobilie eine zentrale Rolle.

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erstellt am 04.Dez.2013 | 17:00 Uhr

Heißt es nun integriertes Verkehrs- oder Mobilitätskonzept? Egal, unter welchem Namen das Kind zur Welt gekommen ist – Hauptsache, es wird groß und kräftig. Das scheinen auch die Kommunalpolitiker im Wesentlichen so zu sehen. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses wurde nämlich ein interfraktioneller Antrag von SPD, CDU und Wählergemeinschaft verabschiedet, der die Verwaltung mit zwei wichtigen Aufträgen ausstattet.

Zum einen soll mit den Verantwortlichen für das Vorhaben „Schlossquartier“ – gemeint sind die Pläne der Iandus-Gruppe zur Weiterentwicklung der ehemaligen Hertie-Immobilie samt Umgebung (wir berichteten) – über die „Erweiterung des bereits eingeleiteten Verkehrsgutachtens im Sinne eines integrierten Verkehrskonzeptes für die Innenstadt“ verhandelt werden. Die dafür erforderlichen Mittel seien im Haushalt 2014 einzuplanen.

Zum anderen gelte es, bereits im Januar einen gemeinsamen Workshop auszurichten – und zwar mit den in der Stadtvertretung vertretenen Fraktionen, den die Innenstadt vertretenen Wirtschaftsverbänden sowie dem Bauftragten für Menschen mit Behinderung und dem Senioren-Beauftragten. Ziel sei es, die Anforderungen an ein integriertes Verkehrskonzept für die Innenstadt abzustimmen. „Im Zusammenhang mit dem Vorhaben ,Schlossquartier‘ werden auch die dadurch entstehenden Einflüsse auf den innerstädtischen Verkehr gutachterlich untersucht und Lösungsvorschläge für verkehrliche Fragestellungen erarbeitet“, heißt es dazu in der Begründung des gemeinsamen Antrags. Durch eine entsprechende Erweiterung des Auftrags entstehe die einmalige Chance, „die verkehrliche Situation in der Innenstadt insgesamt zu betrachten und neu zu ordnen“. Ausschuss-Vorsitzender Dr. Ulf von Hielmcrone bezeichnete die interfraktionelle Vorlage als ersten Schritt, dem notwendigerweise weitere folgen müssten.

Unter dem Titel „Mobilitätskonzept“ warf Bauamtsleiter Rudolf Hölscher per Beamer eine dreiteilige Gliederung dessen an die Wand, was aus den bislang zu diesem Thema vorliegenden Anträgen herauszulesen sei. Zunächst stehe eine Bestandsaufnahme an – inklusive Klärung der Aufgaben. Das reiche von der Erfassung etwa des Straßen- und Wegenetzes über Gespräche mit Verkehrsträgern, Wirtschaftsvereinen und der Polizei bis hin zur Einrichtung einer Lenkungsgruppe. Im zweiten Block geht es laut Hölscher um die Planungsgrundlagen. Unter anderem führe man alle Informationen in einem „Netz-Plan“ zusammen, erstelle Prognosen zur Verkehrsentwicklung und erfasse Veränderungs-Potenziale. Am Ende ergebe sich „als wünscheswertes Ergebnis“ (Hölscher) ein Leitbild „Mobilität in Husum 2025“, für das etwa Prognose-Szenarien entwickelt, Handlungsziele benannt und Projektideen konkretisiert würden.

„Das widerspricht dem Antrag nicht“, fasste von Hielmcrone die Ausführungen zusammen, die der Bauausschuss formal zur Kenntnis nahm. Schließlich gab das Gremium in diesem Zusammenhang noch eine Empfehlung ab: „Zur Koordinierung des Prozesses kann eine Lenkungsgruppe durch den Hauptausschuss eingesetzt werden.“

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