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Hilfe für seltene Tiere : Verein Kuno schützt die Wiesenvögel

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

132 der knapp 200 Mitglieder des Vereins Kuno in der Eider-Treene–Sorge-Region sind Landwirte. Seit dem Jahr 2010 strömten bislang 328.000 Euro in die Region, um den Bestand der Wiesenvögel zu schützen.

Die Vorsitzende Renate Rahn hob in der Mitgliederversammlung die erfolgreiche Arbeit des Vereins Kuno hervor. Kuno (Kulturlandschaft nachhaltig organisieren) – ist eine Lokale Aktion in der Eider-Treene-Sorge-Niederung. Sie ist für die Umsetzung der Natura 2000-Richtlinie auf den privaten Grünlandflächen des europäischen Vogelschutzgebietes Eider-Treene-Sorge-Niederung zuständig. Dank vieler Schutzbemühungen des Vereins gehört die Eider-Treene-Sorge-Niederung zu den wenigen binnenländischen Brutgebieten, in denen die Wiesenvogelbestände in den vergangenen Jahren stabil waren. Und auch die stark gefährdeten Zwergschwäne nutzen die Niederung weiterhin in hohem Maße.

Die Mitgliederzahl ist im Laufe des Jahres 2014 auf 197 angestiegen. Landwirte stellen 132. Der Verein übernimmt ab Juli 2015 als neue Aufgabe die Naturschutzberatung für landwirtschaftliche Betriebe. Vorgesehen ist es, diese in einem Gebiet von Friedrichstadt im Westen bis Kropp im Osten und von Hollingstedt im Norden bis zum Nord-Ostsee-Kanal im Süden anzubieten. Der von Kuno betreute gemeinschaftliche Wiesenvogelschutz erreichte 2014 erneut ein hohes Niveau. Im einzelnen waren es 278 Kiebitze, 74 Uferschnepfen, 46 Große Brachvögel, zehn Rotschenkel, vier Wachtelkönige, zwei Austernfischer, eine Bekassine, und eine Sumpfohreulenbrut. Insgesamt beteiligten sich mehr als 90 Landwirt an dem Programm, so dass 67 Wiesenvogelgelege geschützt werden konnten. Das Ziel des Pilotprojektes „Grünlandwirtschaft Moor“ ist es, die Lebensraumoptimierung für Wiesenvögel zu schaffen. Es soll aber auch eine sichere zusätzliche Einnahmequelle für Landwirte darstellen. Die Betreuung in der Eider-Treene-Sorge-Niederung liegt weiterhin größtenteils bei Kuno. 2014 wurden im Rahmen des Projektes Grabenkanten auf einer Länge von rund 18 Kilometer abgeschrägt und die jeweiligen Gräben bei Bedarf geräumt sowie Grüppen auf einer Länge von 340 Meter und Blänken im Umfang von etwa 1500 Quadratmeter angelegt. Die Kosten für sämtliche Biotop gestaltenden Maßnahmen werden vom Land übernommen. An Geldern flossen innerhalb dieses Projektes seit 2010 gut 328.000 Euro in die Region (als Ausgleichsgelder für die teilnehmenden Landwirte sowie für die Ausführung der Biotop gestaltenden Maßnahmen).

„Die Öffentlichkeitsarbeit Kunos zielt darauf, die Region bekannter zu machen und Landwirte als anerkannte Partner im Naturschutz zu zeigen", so Renate Rahn.

Vorstandswahlen standen nicht an. Jann-Peter Büding scheidet jedoch auf eigenen Wunsch als Vertreter der Wasserwirtschaft aus. Seine Position nimmt der Geschäftsführer des Eider-Treene-Verbandes, Sven Wollesen, ein.

Anschließend hielt Arne Poyda von der Christian-Albrechts-Universität Kiel einen Vortrag über die „Klimarelevanz futterbaulich genutzter Niedermoorböden in der Eider-Treene-Sorge-Niederung“, der auf großes Interesse stieß.

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