Gewerkschafts-Fusion : Verdi mit vereinten Kräften

Die Nord-Gewerkschafter mit Jürgen Reimer (5. v. r.).
Die Nord-Gewerkschafter mit Jürgen Reimer (5. v. r.).

Die Gewerkschaft Verdi legt ihre Bezirke im Norden zusammen. Nun sind es mehr als 23.000 Mitglieder unter einem Dach.

shz.de von
03. Juli 2018, 09:00 Uhr

Eine Fusion im Norden soll die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) fit machen für die Zukunft: Mit Wirkung zum Monatsanfang ist aus den Verdi-Bezirken Westküste und Schleswig-Holstein Nordost der Bezirk Schleswig-Holstein Nord-West aus der Taufe gehoben worden. „Es ist eine rein freiwillige Fusion, um sich größer zu machen und für die Mitglieder noch besser zu werden“, sagt Ute Dirks (51), die als Geschäftsführerin den neuen Bezirk leitet.

Bisher war sie im Bereich Nordost für 14.500 Gewerkschafts-Mitglieder zuständig. Nun sind es einer Mitteilung zufolge mehr als 23.000. Damit ist der Bezirk Nord-West der stärkste im Landesbezirk, der die Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern umfasst.

Ein Anlass für „die neue starke Einheit“ war demnach , dass binnen eines Jahr drei der vier hauptamtlichen Gewerkschaftssekretäre an der Westküste in den Ruhestand gegangen sind oder gehen – unter anderem der bisherige Geschäftsführer Jürgen Reimer aus Husum, der viele Jahre den Bezirk Westküste geleitet hat. „Dabei geht es uns unter anderem um gute Tarifentwicklung in den Betrieben, aber auch darum, mehr Tarifbindung herzustellen und in vielen Betrieben tarifliche und betriebliche Errungenschaften zu sichern“, so Ute Dirks zur neuen Struktur.

Die Fusion kommt pünktlich zu Verdi-internen Wahlen. Im Vorfeld des Bundeskongresses 2019 werden auf allen Ebenen die ehrenamtlichen Gremien für die nächsten vier Jahre neu gewählt. Auf bezirklicher Ebene sind bereits in vielen Betrieben die Vertrauensleute gewählt worden. „Sie sind Basis unser gewerkschaftlichen Arbeit“, betont Dirks. Im weiteren Verlauf der Organisationswahlen werden Ortsvereine, Personengruppen und Fachbereichs-Vorstände gewählt. „Mit über 25jähriger hauptamtlicher Gewerkschaftserfahrung und über zehnjähriger Erfahrung als Geschäftsführerin des Verdi-Bezirkes Schleswig-Holstein Nordost freue ich mich auf die vielen gewerkschaftspolitischen Herausforderungen, die auf uns warten und die es gemeinsam zu meistern gilt“, sagt Ute Dirks.

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