Unverzichtbares Hilfsangebot

Meike Hansen und Lars Harms.
Meike Hansen und Lars Harms.

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13. November 2013, 21:19 Uhr

„Das Beratungsangebot von Frau & Beruf muss erhalten bleiben, damit die auf dem Arbeitsmarkt benachteiligten Frauen nicht noch weiter ins Hintertreffen geraten.“ Das forderte der SSW-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Lars Harms, jetzt bei einem Besuch in der Husumer Beratungsstelle. „Um dem Fachkräftemangel zu begegnen brauchen wir die Frauen – und Frau & Beruf.“

Der Abgeordnete diskutierte mit den Beraterinnen von Frau & Beruf die veränderte finanzielle Förderung ab 2014 und das arbeitsmarktorientierte Beratungsangebot für Frauen an der nordfriesischen Westküste. Die Beratungsstelle halte ein für das ländlich strukturierte Nordfriesland überaus wichtiges Angebot vor, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Dabei können sich arbeitslose und von Erwerbslosigkeit bedrohte Frauen beraten lassen, wenn sie Unterstützung bei der Berufsrückkehr oder einer Veränderung benötigen. Unzählige Frauen haben demnach die individuelle, arbeitsmarktorientierte Hilfe der Beraterinnen in Anspruch genommen und konnten so ihre beruflichen Ziele umsetzen.

„Davon profitieren nicht nur die Frauen und ihre Familien. Auch der nordfriesische Arbeitsmarkt ist Gewinner, denn die allermeisten Frauen sind qualifizierte Kräfte, die gerade in Zeiten des Fachkräftemangels auch in ländlichen Regionen so dringend gebraucht werden“, betonte Beraterin Meike Hansen. Für die Bewältigung struktureller Probleme wie die immer noch unzureichende Kinderbetreuung und Mobilitäts-Infrastruktur, der hohe Anteil geringfügiger Beschäftigung sowie die traditionellen Familien- und Rollenbilder sei eine gute Vernetzung im Kreisgebiet unverzichtbar.

„Seit 25 Jahren ist Frau & Beruf ein Motor für Veränderungen. Individuelle Beratung gekoppelt mit strukturpolitischen Aktivitäten macht die Arbeit der Beraterinnen so erfolgreich“, machte Harms deutlich. Wie es in der neuen Förderperiode aussieht, sei jedoch noch unklar. Zwar bleibe das Budget für die elf Beratungsstellen im Land gleich, die Verteilung der Mittel solle aber nach einem neuen Schlüssel erfolgen. „Diese neue Finanzierung muss aber so gestaltet werden, dass das Beratungsangebot vor Ort in seiner Substanz erhalten bleibt, betonte Lars Harms.

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