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Tunnel unter den Gleisen : Unterirdisch nach Husum-Rödemis

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der geplante Bau eines Parkplatzes südlich des Bahnhofsgeländes eröffnet neue Möglichkeiten für die Gleisunterquerung.

von
erstellt am 18.Mai.2017 | 10:00 Uhr

Verwaltung und Politik haben die Brache am Bahnhofsgelände südlich der Marschbahngleise ins Auge genommen: Hier soll Parkraum entstehen, der Stellplätze für Bahnkunden und Berufsschüler bietet und so die Anlieger im Ortsteil Rödemis von Fremdparkern entlastet (wir berichteten). Mit der Deutschen Bahn Netz AG, der die Fläche gehört, gibt es bereits Gespräche – „und wir stehen kurz vor einer Einigung“, berichtete Bürgermeister Uwe Schmitz vor dem Bauausschuss.

Damit rückt auch die Unterführung zwischen Bushaltestelle und Taxi-Ständen nördlich und dem Tunnelweg südlich der Gleise wieder in den Fokus. Dunkel und wenig einladend, sorgt er schon lange für Verdruss: So manche Frau fürchtet sich, den Tunnel bei Nacht allein zu queren, und Vorschläge von Jugendlichen, ihn heller und freundlicher zu gestalten, scheiterten – weniger am guten Willen als an den „komplizierten Zuständigkeiten“, die Bauamtsleiter Jörg Schlindwein dem hässlichen Betonschlauch attestiert.

Die in den Jahren 1933/34 erbaute Unterführung sei ebenfalls im Besitz der DB Netz AG, so Rainer Damschen, Vorsitzender der Stiftung zum Erhalt des Husumer Stadtbildes und ehemaliger Bezirksleiter Fahrbahn der DB in Husum. Er sieht die Möglichkeit, den Tunnel im Rahmen der Einrichtung des Parkplatzes „um 15 bis 16 Meter“ zu verkürzen, denn er unterquert auf der Rödemisser Seite einen Bahnsteig, der schon lange nicht mehr genutzt wird und an dem auch kein Gleis mehr liegt.

„Da gibt es aber noch einen zweiten Tunnel“, sagt Damschen. Der gehöre allerdings der DB Station & Service und sei der Öffentlichkeit nur in seinem ersten Teil bekannt: „Das ist die Unterführung, die vom Inneren des Bahnhofsgebäudes zu den Gleisen führt.“ Allerdings ende die nicht nach dem Aufgang zu Gleis 5 und dem Passbild-Automaten. „Die Mauer dort ist nur eine Zwischenwand, tatsächlich gibt es einen Zugang auf Rödemisser Gebiet.“ Den früher als Posttunnel genutzten Durchgang könne man doch wieder öffnen und für die Bahnkunden zugänglich machen, die auf dem geplanten neuen Parkplatz auf der Südseite der Gleise ihre Autos abstellen, schlägt Damschen vor. Und die Rödemisser hätten damit neben der Unterführung noch eine zweite Möglichkeit, die Gleise zu unterqueren.

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