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Kompromiss bei der Sanierung : Unterführungen bleiben Nadelöhr

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die zwei engen Bahnunterführungen in Breklum in der Kirchenstraße sowie im Maadeweg werden aus Kostengründen auch mit ihrer Sanierung nicht verbreitert. Darauf hat sich die Gemeindevertretung geeinigt.

Kompromisse helfen oft bei Entscheidungen. Gern hätten Breklums Gemeindevertreter breitere Durchfahrten bekommen, wenn die Deutsche Bahn die beiden Unterführungen in der Kirchenstraße sowie im Maadeweg im Zuge der geplanten Erneuerung ausbaut (wir berichteten). Allerdings übernimmt das Unternehmen die Kosten nur für eine gleiche Umsetzung. „Wir können froh sein, dass wenigstens die maroden Unterführungen saniert werden. Erheblicher Mehraufwand durch Verbreiterung der Straßen und Gehwege sowie Herstellung größerer Betonteile wären zulasten der Gemeinde gegangen“, fasste Bürgermeister Heinrich Bahnsen in der jüngsten Sitzung zusammen. Das Gremium segnete das Vorhaben der Bahn mit einer Gegenstimme ab. Es wird also in besagten Bereichen eng bleiben, denn nur ein Fahrzeug passt jeweils hindurch. Andererseits, waren sich die Vertreter einig, sei es auch eine Art natürliche Verkehrsberuhigung.

Ebenfalls mit einer Nein-Stimme votierten die Vertreter für den Antrag der Funktionäre des SV Germania Breklum. Sie wollen eine überdachte Terrasse im südlichen Bereich des Sportlerheimes aus eigener Kraft mit Freiwilligen erstellen, so dass der Kommune keine Kosten entstehen. Zunächst war das geplante Vorhaben einigen Mitgliedern des Fachausschusses mit fünf mal acht Metern zu groß erschienen. Unter Umständen hätte eine Baugenehmigung beantragt werden müssen. Der Einwand wurde entkräftet. Es soll nur ein Unterstand entstehen, nutzbar bei schlechtem Wetter. Und dieser Bereich soll nach zwei Seiten hin offen bleiben.

Ferner berichtete der Gemeinde-Chef, dass ein Bürger angeregt habe, durch Aufstellen eines entsprechenden zusätzlichen Warnschildes vor allem Auswärtige vor der gefährlichen, sehr engen Rechts- und der folgenden Linkskurve kurz hinter dem Ortsausgangsschild in Richtung Sophien-Magdalenen-Koog (Borsbüller Koogsweg) deutlicher zu warnen. „Ich werde das Thema auf die Agenda für die nächste Verkehrsschau mit dem Kreis nehmen“, so Bahnsen dazu. Die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Bredstedter Straße auf 30 Stundenkilometer werde weitestgehend eingehalten. Messungen hätten ergeben, dass 85 Prozent der Autofahrer im Schnitt mit Tempo 31,3 fahren, viele noch langsamer. Zwei Ausreißer habe es kürzlich gegeben – mit 72 sowie mit 54 Stundenkilometern. Demnächst soll der Nord-West-Giebel am Jugendzentrum saniert werden. Gerechnet werden muss mit einem Aufwand von 3000 Euro.

Weiter informierte der Bürgermeister, dass im Rahmen der Gründung des Schulverbandes Mittleres Nordfriesland die Verantwortung für nicht- und außerschulische Nutzungen der Schulgelände bei den Kommunen des ehemaligen Schulverbandes geblieben ist. Im Hinblick auf die aus Sicherheitsgründen erforderliche Erneuerung des Spielschiffes auf dem Gelände der Grundschule am Osterbach, waren die Gemeinden gebeten worden, sich zur Hälfte an den Kosten von insgesamt 17  000 Euro zu beteiligen. Da sich diese aber gerade außerdem zu 50 Prozent an den Kosten zur Ergänzung des Brandschutzes wegen der außerschulischen Nutzung der beiden Sporthallen beteiligen müssen, wurden Gewerbebetriebe, Selbstständige und private Sponsoren um Hilfe gebeten. „Die ersten Zahlungen und Zusagen habe ich schon. Das freut mich sehr“, so Bahnsen. Während der Sommerferien soll ein neues Spielschiff installiert werden.

Die Ausleihen in der Fahrbücherei sind leicht rückgängig. 2014 waren es 1175, im vergangenen Jahr 1113. Die Mitglieder des Seniorenbeirates hatten aus Sicherheitsgründen um längere Beleuchtungszeiten im Dorf gebeten. Ab sofort, so Bahnsen, werden die Laternen ab Beginn der Dämmerung bis ein Uhr nachts eingeschaltet bleiben.


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