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Pläne für St. Peter-Ording : „Unsere Straße soll schöner werden“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Anlieger und Geschäftsinhaber der Badallee in St. Peter-Ording wollen diese attraktiver machen. Angedacht ist eine Kunstmeile. Aber schon zum verkaufsoffenen Sonntag am 9. März soll verstärkt geworben werden.

Unter dem Aufruf „Rettet die Badallee“ hatten sich Anlieger, Geschäftsleute und Interessierte zu einer Zusammenkunft im Olsdorfer Krug eingefunden. Ilse Bock hatte wie im Januar 2008 die Initiative dazu ergriffen. Damals ging es um die Sanierung der Straße. Die wurde 2012 abgeschlossen. Doch damit allein ist es nicht getan. Zu den Problemen durch die recht lange Straßenbauphase sind neue gekommen. Darunter leidet das Bild der Badallee, aber auch das Geschäftsleben.

Die Straße ist 700 Meter lang und führt von der katholischen Kirche St. Ulrich zum Marktplatz. Einst war sie die Verbindungsstraße vom Dorf über die Kirchenleye ins Bad. Heute fließt über sie von dort ein Teil des Verkehrs. Fahrradfahrer können sie in beiden Richtungen benutzen. Vom Dorf kommend ist für sie ein Fahrstreifen vorgesehen. Aus Richtung Bad kann meistens nur an parkenden Autos vorbei auf der Straße gefahren werden.

Geschäfte und Einrichtungen wie die Gemeindebücherei oder St. Ulrich und Restaurants werden eher gezielt aufgesucht, denn zum Bummeln lockt die Badallee kaum. Es fehlen Bäume und typische Häuser sind kaum zu finden. Nur noch die „Heimburg“ vermittelt ein ganz klein wenig „Charme“ vergangener Zeiten. Der Passant muss schon nach Hinguckern suchen. Eher fallen Freiflächen ins Auge, entstanden durch den Abriss von Gebäuden.

Ein weiteres Problem hat sich zusätzlich aufgetan. Unter anderem wegen der großen Bautätigkeit in allen Ortsteilen ist man seitens der Gemeinde dabei, die Bebauungspläne sinnvoll zu überarbeiten. So darf rechtsseitig – vom Markt aus gesehen – sehr wohl gebaut werden. Linksseitig sind die Planungen aber noch in Arbeit.

Mit dieser Gemengelage beschäftigte sich ein Kreis von Anliegern unter den Fragestellungen: Was können wir tun? Wollen wir was tun? Wie können wir das umsetzen? Letztlich geht es für viele dabei auch um Arbeitsplätze und ums Überleben der Geschäfte und Betriebe. So war sich die Runde schnell einig, gemeinsam vorzugehen. Aber wie lässt sich unter solchen Bedingungen die Attraktivität steigern? Wie kann man sich präsentieren? Wie kann man als Anlieger die Badallee fit machen für die Zukunft? Wie kann man Kunden locken? Schon 2008 hatte diese Problematik zu Überlegungen geführt. So wurde wieder über ein „Kunstmeile“ diskutiert, doch das ist eher ein längeres Projekt, das weiter verfolgt werden soll. Als eine erste Maßnahme ließen sich vielleicht Bauzäune durch Kinder künstlerisch verzieren. Auch könnten Tierskulpturen, beispielsweise Schafe in verschiedenen Farben vor den Geschäften platziert werden. Der Gedanke kam auf, mit bunten Fahrrädern aufmerksam zu machen und an ihnen Waren zu präsentieren.

Doch die Zeit drängt, denn zum verkaufsoffenen Sonntag am 9. März lädt die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording gemeinsam mit den Vereinen, dem Handel und den Gewerbetreibenden zur Saisoneröffnung ein. Geschäfte im Ortsteil Bad, Dorf und im Gewerbegebiet haben geöffnet. Unter dem Motto: „Wir sind die Badallee“ wollen sich die Anlieger präsentieren. Ein gemeinsamer Flyer soll erstellt werden. Die einzelnen Standorte wollen sich in etwa gleicher Weise schmücken. Allen gegenwärtigen Widerständen zum Trotz will sich die Badallee lebendig zeigen. Im Sommer ist beabsichtigt, mit einem Stand an den Donnerstagen im Dorf, auf sich aufmerksam machen. Nun heißt es aber erst einmal, sich für die Saisoneröffnung entsprechend vorzubereiten. Arbeitsaufträge wurden an Paul und Carin Körner, Jutta Pabst, Berthold Pohl und Ursula Sassen verteilt. Ilse Bock wird koordinieren.

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