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Projekt des Eiderstedter Forums : Unser Dorf – wohin geht die Reise?

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mit dem künftigen Leben auf dem Land befasst sich das Eiderstedter Forum in seinem Jahresprojekt. In Tetenbüll, Poppenbüll und Welt sollen dazu die Einwohner in jeweils zweieinhalbstündigen Veranstaltungen ihre Wünsche äußern.

„Der demografische Wandel hat bereits zu vielen sichtbaren und spürbaren Veränderungen in den ländlichen Räumen geführt. Um die Lebensfähigkeit der Dörfer zu erhalten, sind kreative Anpassungs- und Veränderungsprozesse gefordert. Unsere Dörfer können hier Pionierarbeit leisten.“ So der Text einer Ankündigung des Bildungszentrums für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Auf diesem Weg bewegt sich auch das Eiderstedter Forum in diesem Jahr. Es widmet sich mit seinem Jahresprojekt „Unser Dorf – wohin geht die Reise?“ voll und ganz dem Thema Leben auf dem Land.

Es sei wichtig, Dörfer als lebendige, kulturelle und soziale Lebensmittelpunkte zu erhalten, das Typische zu bewahren und Dörfer zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Bedeutsam sei unter anderem, wie sich Dörfer untereinander vernetzen, und zu bewerten, welche Kooperationen notwendig und sinnvoll sind, so Forumssprecherin Beate Leibrandt. Eine große Rolle spiele dabei die lokale Verwurzelung, das Gefühl von Heimat und Zuhause, also die Identifikation der Menschen mit ihren Dörfern und mit Eiderstedt. Mut und Werte seien nötig, um die Herausforderungen anzugehen und dabei auch neue Wege auszuprobieren.

In diesem Sinne erfolgten Vorgespräche mit drei Eiderstedter Gemeinden, die die Ideen des Forums hilfreich und gut geeignet finden, um Gedanken und Ideen von Bewohnern über ihre Dörfer und die Region anzustoßen. Geplant sind in Poppenbüll, Tetenbüll und Welt jeweils zwei halbtägige Veranstaltungen, zu der alle Dorfbewohner eingeladen sind und sich selber aktiv einbringen können.

Beim ersten Termin im März möchte das Forum mit den Teilnehmern eine Zeitreise von der Vergangenheit in die Zukunft antreten. Die Reiseroute wird entlang von Fragen verlaufen: Was hatten wir vor 40 Jahren alles im Dorf? Was haben wir alles im Dorf gemacht? Was haben wir heute, was machen wir heute im Dorf? Wo tun wir heute das, was wir früher im Dorf gemacht haben? Wie wird das voraussichtlich 2030 sein?

Beim zweiten Termin stehen dann thematische Dorfspaziergänge und Zukunftswerkstätten auf dem Programm. Es wird darum gehen, wie die Dörfer von ihren Bewohnern gesehen werden und was den Menschen in ihren Dörfern wichtig ist. Was macht unser Dorf heute aus? Wofür steht es? Welche Stärken, welches Profil hat es? Was ist wichtig, damit wir uns hier zuhause fühlen? Wo sehen wir Änderungsmöglichkeiten, wo nicht?

Nach den Aktivitäten in Poppenbüll, Tetenbüll und Welt öffnet das Forum das Thema dann auch für alle Interessierten aus anderen Gemeinden. Geplant sind die Vorstellung der Ergebnisse aus den drei Dörfern durch Teilnehmer sowie besondere Lesungen und Filmabende. Das Forum möchte so auch dazu anregen, sich selbst aktiv mit der unbekannten Zukunft zu beschäftigen. Das hilft, Unsicherheit und Unbehagen vor dem Unbekannten und den immer schnelleren Veränderungen abzubauen.

Die in den drei Dörfern zusammengetragenen Ergebnisse sollen auch in die Planungen für das Vorhaben „Mobilität im Kooperationsraum Garding“ einfließen. Ziel dieses Projektes von zehn Gemeinden im mittleren Eiderstedt ist es, Beförderungsangebote für Menschen ohne Auto im Einzugsbereich von Garding zu organisieren.

Los geht es mit der ersten Zeitreise in Tetenbüll im Kirchspielkrug am Sonnabend, 15. März, von 14 bis 18 Uhr. Eingeladen sind dazu alle Bewohner der Gemeinde. Weitere Zeitreisen finden dann am 22. März für Welt und am 29. März für Poppenbüll statt. Weitere Informationen unter www.eiderstedter-forum.de.

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erstellt am 27.Feb.2014 | 18:00 Uhr

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