Tote Schaflämmer auf Eiderstedt : Unheimlicher Dauergast

Möglicherweise ist wieder ein Wolf in Eiderstedt auf Lammjagd gegangen.
Möglicherweise ist wieder ein Wolf in Eiderstedt auf Lammjagd gegangen.

Wieder sind auf Eiderstedt vier gerissene Schaflämmer gefunden worden. Ob ein Wolf der Übeltäter war, wird derzeit untersucht.

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26. Juni 2018, 07:00 Uhr

Zwei weitere Übergriffe auf seine Schafherde hat Landwirt Peter Theodor Hansen aus Osterhever zu beklagen. In der vorigen Woche und am vergangenen Sonntag wurde je ein Lamm gerissen. Wieder richtet sich der Verdacht gegen den Wolf. Ein Wolfsbetreuer hat bereits Proben genommen und zum Senckenberg-Institut in Frankfurt/Main geschickt. Auch im benachbarten Tetenbüll wurden am vergangenen Donnerstag zwei Lämmer gerissen.

Bereits in der ersten Junihälfte hat Hansen zehn Lämmer auf diese Weise verloren, in Tetenbüll bei einem anderen Landwirt waren es fünf. Ob es ein Wolf und, wenn ja, derselbe ist, ist noch offen. Denn das Ergebnis der Untersuchungen steht noch aus.

Hansen belastet die Situation. Nach seinem langen Arbeitstag fährt er nun nachts Patrouille und versucht so, den vierbeinigen Jäger von den Schafen fernzuhalten oder zumindest bei der Hatz zu stören. Außerdem hat er eine Koppel mit einem Wolfszaun eingefriedet. Dabei habe ihm das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) geholfen. Ferner wurden drei Fotofallen aufgestellt, um endlich einen Beweis zu erhalten. „Es ist wohl das erste Mal, dass ein Wolf für so lange Zeit an einem Ort bleibt“, sagt Hansen. Das könne aber kein Dauerzustand werden.

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