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Von Meeresluft und Rosenduft : Ungewöhnliche Perspektiven

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Lübecker Künstlerin Ingrid M. Schmeck stellt noch bis zum 27. Juli im Haus Peters in Tetenbüll aus. Bekannt ist sie für ihre fein gezeichneten Illustrationen und Bilder ohne gerade Linien und mit einer leicht verzerrten Perspektive.

Wie schön ist es, im Sand zu liegen. Das findet auch die Künstlerin Ingrid M. Schmeck, die einem ihrer Bilder diesen Titel gab. Zur Eröffnung der Ausstellung „Meeresluft und Rosenduft“ im Haus Peters in Tetenbüll waren trotz parallel laufender Veranstaltungen viele Kunstinteressierte erschienen. Die Besucher von nah und fern ließen sich von den ungewöhnlichen Bildern der Lübecker Künstlerin verzaubern. Fasziniert von den Motiven, die Geborgenheit und Vertrautheit ausstrahlen und von den verschiedenartigen Maltechniken, befassten sich die Gäste mit den eher kleinformatigen Bildern, die sich optimal in die Räume des historischen Kaufmannsladen einfügen. Die Künstlerin ist sehr vielseitig. Von Grafik über Illustrationen bis hin zu Aquarellmalerei ist vieles dabei. Auch die Motive sind äußerst verschiedenartig. Mit dem Fokus auf Architektur, und Stadtlandschaften beschäftigt sie sich sowohl mit dem Karneval in Venedig als auch mit Pflanzenmotiven oder Szenen aus dem Alltag. In ihren Bildern fehlen oft die Menschen. Man weiß aber, dass sie dort eigentlich vorkommen. Daraus entstehen für den Betrachter ganz individuelle kleine, charmante Geschichten. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, denn hinter jeder gemalten Szene steht natürlich irgendeine Geschichte, die entdeckt werden will.

Die Bilder heißen „Meeresrauschen“, „Meerlust“ oder „Des Abends Nordseestrand und Spiel“ und machen tatsächlich Lust auf ein genaues Hinschauen. Denn nicht nur die Variation durch unterschiedliche Techniken, wie Feder, Pinsel, Farbstift und Radierung ist so besonders, sondern auch die Idee, die hinter der Art zu malen steht. Die Rede ist von einer ungewöhnlichen Bildsprache, derer sich die freischaffende Künstlerin bedient. Auf den ersten Blick realistisch erscheinende Motive lassen beim zweiten Hinsehen erahnen, dass Dinge verfremdet oder die Perspektiven verrutscht sind. Diese Form der Irritation des Betrachters eröffnet ganz neue Blickwinkel, die den Zustand zwischen Wirklichkeit und Traum zu verwischen scheinen.

„Meeresluft weht in den Bildern“, sagt die Künstlerin über ihre Exponate und nimmt damit gleichzeitig Bezug auf den Namen der Ausstellung. Die Motive, die sie auswählte, passen ausgezeichnet in die Landschaft Eiderstedts. Ingrid M. Schmeck charakterisiert ihre Arbeiten als ein „Herantasten an das Wirkliche, das Unwirkliche beachten“. Die Künstlerin, die auch grafische Drucktechniken und Illustration studierte, ist auch häufig im In- und Ausland unterwegs und stellt dort in Museen, Kunstvereinen und Galerien aus. Im Haus Peters sind ihre Werke bis zum 27. Juli zu sehen. Es hat außer montags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Geschäftsführerin des Hauses, Dr. Katrin Schäfer, stellte die Künstlerin vor und übergab gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Fördervereins, Wolfgang Jansen, einen Blumenstrauß an den stellvertretenden Landrat Jörg Friedrich von Sobbe. Der treue Ehrengast der Ausstellungseröffnungen bedankte sich aufrichtig. „Da haben Sie mir wirklich eine Freude gemacht.“

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