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Husumer SV : Und danach kommt Bayern München . . .

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Husums Fußballer sorgen für Pokal-Euphorie und große Träume.

von
erstellt am 05.Okt.2017 | 11:00 Uhr

„Berlin, Berlin, wir fahren nach  . . .“ Okay, ganz so euphorisch geben sich die Husumer Fußballfans (noch) nicht. Ziemlich stolz sind sie auf ihre Husumer Sportvereinigung aber schon. Die hat mit dem Lastminute-Sieg gegen den SV Preußen-Reinfeld (1:0) am Dienstag nämlich „den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte“ geschrieben, wie Dieter Schleger in seiner Eigenschaft als Sportlicher Leiter der HSV begeistert erklärt. Damit haben sich die Husumer ins Finale des Fußball-Landespokals gekickt. Das wird Himmelfahrt 2018 in der ARD live übertragen – die Husumer SV muss sich dann entweder gegen den SC Weiche Flensburg 08 oder den SV Todesfelde behaupten.

„Das ist zu schaffen“, gibt sich Schleger optimistisch. Schließlich sei es seinen Jungs diese Saison auch schon gelungen, den Regionalligisten Eutin 08 vom Feld zu fegen. Kleinigkeit also. Und wenn wir schon bei den Zukunftsträumen sind, dann kicken sich die Husumer mit dem Landespokal im Gepäck doch auch erfolgreich durch die DFB-Pokal-Runden bis ins Finale nach Berlin, oder, Herr Schleger? „Wenn ich das jetzt sage, erklärt man mich für verrückt. Wir bereiten uns jetzt erst einmal richtig auf dieses Pokalfinale vor.“

Wenn die Husumer es dann wirklich in den DFB-Pokal-Lostopf geschafft haben, würde sich Schleger als ersten Gegner eine Mannschaft aus dem Norden wünschen.

Das sieht Fußballfan Uwe Schmitz anders: Geht es nach dem Bürgermeister, träfen die Husumer natürlich auf seine Herzensmannschaft, den 1. FC Köln. „Und in diesem Falle wäre ich sogar nicht für die Kölner, sondern für die Husumer“, sagt Schmitz nach kurzem Nachdenken. Aber so weit sind wir ja noch nicht: Erstmal, findet Schmitz, der den Sieg der Husumer hautnah im Friesenstadion mitverfolgt hat, darf man sich noch gewaltig über den jüngsten Sieg freuen, der für die HSV „ganz großes Kino“ war.

Ein wenig nüchterner freut sich dagegen Peter Cohrs auf Anfrage unserer Zeitung. „Der momentane Erfolg ist offensichtlich das Ergebnis der guten Grundlagenarbeit der letzten Jahre“, sagt der Inhaber des Modehauses C. J. Schmidt, dessen Schriftzug auf den Trikots der wackeren Fußball-Helden prangt. Der Sponsor findet es „toll zu sehen, wie gut die Nachwuchsspieler aus der Region in der Mannschaft reifen können“. Fürs Pokalfinale auf Landesebene wünscht Cohrs viel Glück.

Das ist gar nicht nötig, wenn es nach Lars-Oliver Reichard geht. „Uns gelingt der Überraschungscoup“, weiß der Sprecher des Fanclubs „Die Macht von der Au“, eines losen Zirkels von treuen Hardcore-Anhängern der HSV. „Wir träumen vom Maximum“, so Reichard. Soll heißen: In der ersten DFB-Pokal-Runde winkt ein Heimspiel gegen Bayern München oder Borussia Dortmund. Schau’n mer mal: Der Pokal, das weiß man auch in Husum, hat seine eigenen Gesetze.

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