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Autos in Flammen : Unbekannter zündelt in Garding

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Sieben Mal brannten in jüngster Zeit Autos und Müllcontainer in Garding. Die Feuerwehr geht von einem Brandstifter. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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erstellt am 17.Feb.2015 | 07:00 Uhr

Liebt er Flammen? Macht er es aus Jux und Dollerei? Oder Frustration? Oder hasst er Autos? Fest steht, dass die Gardinger um ihre Fahrzeuge bangen müssen. Seit einigen Wochen zündet ein Unbekannter immer wieder Autos an. Und zeigt dabei eine Vorliebe für bestimmte Uhrzeiten und Tage. Höhepunkt der Brandserie war der vergangene Freitag (13. Februar), als ein Auto und ein Wohnmobil innerhalb einer Stunde in Flammen aufgingen. Gegen 22.40 Uhr wurde die Gardinger Wehr zu einem Wagenbrand in der Friedrich-Heddies-Tetens-Straße gerufen. Gegen 23.40 Uhr brannte dann ein Wohnmobil am Karpfenteich, wie Wehrführer Matthias Trapp berichtet. Es war ein langer Tag für seine Truppe, denn bereits am frühen Freitag gegen 2.40 Uhr musste sie das Feuer in einem Altkleider-Container auf dem Graureiher-Parkplatz löschen.

Trapp geht von einer Serie aus, um einen Zufall könne es sich nicht handeln. Denn bereits seit Anfang Januar hält eine Reihe von Bränden, die große Ähnlichkeit miteinander haben, die Löschprofis auf Trab, und zwar immer freitags, sonntags oder montags. Die Serie begann am Montag, 5. Januar, mit dem Brand eines Papier-Containers in der Tatinger Straße. Dort schlug der Täter ungewöhnlich früh, nämlich gegen 18 Uhr, zu. Auch beim zweiten Mal wählte er einen Papiercontainer, diesmal am Sonntag, 18. Januar, in der Engen Straße. Tatzeit gegen 21.10 Uhr. Am Freitag, 30 Januar, wählte er einen Wagen in der Marienstraße. Er zündete ihn gegen 21.10 Uhr an. Das nächste Mal schlug er am Montag, 9. Februar, gegen 21.15 Uhr in der Fahrtstraße zu. Wieder brannte ein Auto.

„Es ist immer dasselbe Muster“, sagt Trapp. „Die Autos fangen vorne im Motorraum an zu brennen.“ Wenn die Feuerwehr eintrifft, haben sich die Flammen bis zum Armaturenbrett oder den Vordersitzen durchgefressen. „Der Wagen ist dann ein Totalschaden. Das ist wirklich frustierend, das man als Wehr nicht mehr machen kann“, sagt Trapp. Feuer breiten sich aber in einem Auto sehr schnell aus. „Zwei Mal hatten wir sogar optimalste Einsatzbedingungen, denn ein Großteil der Aktiven befand sich bereits wegen einer Vorstands- und einer Dienstversammlung im Feuerwehrgerätehaus.“ Besonders leid tun Trapp die Autobesitzer, denn vielfach waren es ältere Fahrzeuge, die keine Vollkasko-Versicherung mehr haben. „Das ist ein großer wirtschaftlicher Schaden für die Betroffenen.“ Der Wehrführer hofft, dass die Brandserie bald beendet ist. Denn sie ist eine große Belastung sowohl für die Wehr als auch die Bevölkerung, die sich verständlicherweise große Sorgen macht. Er bittet alle Gardinger, die Augen offen zu halten. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen.

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