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Bahnunglück in Friedrichstadt : Unbekannte Frau von Zug erfasst

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen – bestätigt ist jedoch dies: Bei einem Bahnunglück in Friedrichstadt gab eine bislang unbekannte Tote und einen erheblich Verletzten.

Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen – bestätigt ist jedoch dies: Bei einem Bahnunglück in Friedrichstadt gab eine bislang unbekannte Tote und einen erheblich Verletzten.

Seither kocht die Gerüchteküche in der Region auf Hochtouren: Von einem Anschlag auf den Zug ist da bisweilen ebenso die Rede wie von einem gebrochenen Rad eines Personenzugwagens. Aufgeschreckt durch Sirenenalarm in Friedrichstadt und Umgebung und sogar in Lunden im Nachbarkreis Dithmarschen lief am Sonnabend (8. November) um 19.45 Uhr vielen Bürgern ein eiskalter Scheuer über den Rücken. Ein Großaufgebot an Rettungskräften eilte an die Unglücksstelle im Bahnhofsbereich. Dort sammelte sich eine große Schar von Reisenden. Diese wurden zuvor durch Einsatzkräfte aus dem Zug begleitet.Rettungskräfte befragten Zuginsassen nach Verletzungen.

Doch was war genau geschehen? Neben Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug sowie mehreren Feuerwehren eilten auch Landes- und Bundespolizei sowie die Kripo an die Unglücksstelle. Diese war weiträumig abgesperrt; rasch tauchten Halogenstrahler das Gelände in helles Licht. Neben und unter den Waggons arbeiteten Einsatzkräfte. Bundespolizeisprecher Hanspeter Schwartz fasste sich kurz: „Im Bereich des Bahnhofes Friedrichstadt ist es zu einem tragischen Unglücksfall gekommen. Die Bahnstrecke Hamburg-Westerland blieb zwischen 17.40 und 19.40 Uhr voll gesperrt.“

Das Ereignis gestaltete sich für die Einsatzkräfte als extrem belastend – sie mussten vom psychosozialen Dienst betreut werden. Mit Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen wurden keine weiteren Mitteilungen zum Hergang gemacht. Tatsache ist: Der aus Westerland kommende NOB-Zug, der mit zahlreichen Reisenden besetzt war, kam nach einer Schnellbremsung im Bahnhofsbereich zum Stillstand; der Lokführer musste mit einem schweren Schock ausgewechselt werden. Die Reisenden wurden mit Bussen weiterbefördert.

Die Polizei vor Ort bestätigte, dass die Identität der Toten bislang nicht geklärt werden konnte. Zudem sei ein Reisender im Zug derart verletzt worden, dass er in eine Klinik eingeliefert werden musste. Bestätigt ist die Meldung, dass eine Person unter den Zug geraten ist. Nach Angaben der Bundespolizei von Montag (10. November) handelte es sich bei dem Unglück um einen Suizid.

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