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Neues Kinder- und Jugendforum : Umzugs-Stress weicht der Vorfreude

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Wenn am 10. Mai BISS, das neue Kinder- und Jugendforum der Stadt Husum, zum Schnuppertag einlädt, ist auch ein Handball-Star mit von der Partie: Lars Kaufmann von der SG Flensburg-Handewitt.

Nerven und Kraft hat er gekostet, aber kaum Geld. Auf diesen kurzen Nenner lässt sich der Umzug von BISS – dem Kinder- und Jugendforum der Stadt – von der Hermann-Tast-Straße in die Norderstraße 15 bringen. Am Sonnabend, 10. Mai, von 10 bis 14 Uhr kann sich die Öffentlichkeit von den Möglichkeiten des ehemaligen Hauses der Jugend überzeugen und die Mitarbeiter und Angebote unverbindlich kennenlernen.

Als besonderer Gast hat sich Handball-Weltmeister Lars Kaufmann von der SG Flensburg-Handewitt angesagt: Der leider langzeitverletzte Rückraum-Star steht von 10.30 bis 11.30 Uhr für Autogramme und Interviews bereit – einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten Landesderby gegen den THW Kiel.

Ansonsten heißt es ausprobieren, was man im BISS so alles machen kann. Zum Beispiel spielen, chillen, basteln, bei kleinen Gewinnspielen mitmachen oder im Schach gegen den stellvertretenden Leiter Thomas Jarstorff antreten. Getränke mit dem eigenen BISS-Aufkleber stehen genauso zur Verfügung wie etliche Luftballons und andere Give-aways.

Schon 2003 habe man sich mit dem Gedanken getragen, den Standort in der Hermann-Tast-Straße zu verlassen und näher an die Innenstadt zu rücken, sagt Bernd Biermann, Sozialarbeiter und Leiter der Einrichtung. Aber bezahlbare Räume in ansprechender Größe zu bekommen, sei fast aussichtslos gewesen. Die Stadt selbst besitze kaum Immobilien in der Innenstadt. Mit Hauptamts-Chefin Ira Rössel kam ein bisschen Schwung in die Suche. „Ohne sie hätten wir das nicht geschafft“, sagt Biermann, der sich auf dem langen Weg durch die Instanzen großer Unterstützung durch die Politik und die Verwaltung sicher sein konnte.

Das BISS-Team weiß, dass Jugendliche in Zeiten, da Handys und Smartphones unverzichtbar geworden sind, andere Interessen und Fragen haben als noch vor 25 Jahren. „Die Spiel- und Freizeitgewohnheiten haben sich eindeutig verändert. Auch die Fähigkeiten, sich zu konzentrieren und kurzfristig auf Facebook oder Whatsapp verzichten zu können, sind eingeschränkt.“ Vor diesem Hintergrund, so Jarstorff, entwickeln sich Exkursionen in die Natur für viele schon mal zu einem richtigen Renner – „wenn sie sich erst einmal darauf eingelassen haben, dass es neben dem Internet noch etwas im richtigen Leben gibt“. Tenor: Was Kinder und Jugendliche heute wollen, ist die alles beherrschende Frage, die immer neu gestellt werden muss.

Melanie Manske freut sich über die neuen Räumlichkeiten im Obergeschoss, die es ihr erlauben, mit kleinen Gruppen zu arbeiten oder einfach nur Rückzugsflächen für die Kinder, die mal abschalten möchten, anbieten zu können.

Der Umzug selbst wurde mit Bordmitteln über die Bühne gebracht (wir berichteten). Der Kolumbianer Fausto Ruiz, der in Husum ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ableistet, lacht, wenn er an die damit verbundenen Anstrengungen denkt. Der Muskelkater hat sich gelohnt und die Vorfreude auf die Eröffnung ist bei allen Beteiligten groß. Die neue Internetseite www.biss-husum.de ist noch im Aufbau. Die Telefonnummer 04841/800008 bleibt bestehen.

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