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Husumer Nachrichten

19. August 2017 | 19:28 Uhr

Erfolgsbilanz : Umschlag weiter gestiegen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Hafen bleibt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Husum. Im vergangenen Jahr wurden nicht weniger als 1665 Schiffsbewegungen registriert. Ob es 2015 wieder Hafenrundfahrten geben wird, ist allerdings noch offen.

Das Buch im Sperrwerk ist prall gefüllt. Hier wird jede Schiffsbewegung registriert, vom Kümo bis zum Schlauchboot alles festgehalten, was in den Hafen einläuft oder ihn verlässt – mit Uhrzeit und Datum. 2014 gab es 1665 solcher Schiffsmeldungen, im Jahr davor waren es 2060.

Die Differenz hat einen Namen: „Lütte Adler“. Mit diesem Schiff starteten Einheimische und Touristen 2013 zu nicht weniger als 400 Hafenrundfahrten. Doch am Jahresende warf Sven Paulsen das Handtuch. Dabei hätte der Jahrhundertsommer 2014 dem Reeder wahrscheinlich weitere gute Umsätze beschert. Doch die Gezeiten machten das Geschäft unrentabel. Und für Hafenrundfahrten braucht man nun einmal eine Handbreit Wasser unterm Kiel und einen sicheren Fahrplan. Und beides ist in einem tideabhängigen Hafen wie dem Husumer nun einmal nicht zu gewährleisten. Ob es 2015 einen neuen Anbieter für Hafenrundfahrten geben wird, ist unklar. „Aber die Hoffnung besteht“, sagt Leiter der Schifffahrtsabteilung bei der ATR-Landhandel GmbH & Co. KG, Kapitän Michael Hinz.

Von den 1665 Schiffsbewegungen, die 2014 im Sperrwerk registriert wurden, führten 77 von und zur Husum Dock und Reparatur GmbH, die in der Branche einen ungebrochen guten Ruf genießt und sich über einen Mangel an Aufträgen nicht beklagen kann. Besonderheit: Unter den Schiffen, die 2014 bei der HDR überholt wurden, waren auch sechs Gastanker. 276 Frachtschiffe machten an den Kais von ATR-Landhandel, HaGe und Senvion fest. Doch die meisten Bewegungen gingen von Behörden-Schiffen, Fischkuttern und Sportbooten aus.

2014 wurden in Husum Waren mit einem Gesamtgewicht von 420.000 Tonnen umgeschlagen. In diese Zahl sind Materialien und Güter, die der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) verschifft hat, noch nicht einmal enthalten. Den Löwenanteil bildeten mit 300.000 Tonnen Futtermittel-Komponenten, gefolgt von knapp 60.000 Tonnen Getreide. Weiter auf vollen Touren läuft der Transport von Windkraft-Anlagen-Komponenten der Firma Senvion. 2014 kamen in diesem Segment 30.000 Tonnen zusammen. Komplettiert wird der Warenumschlag durch 28.000 Tonnen Düngemittel.

Auffallend ist, dass im Jahr 2014 rund 40.000 Tonnen Getreide importiert, aber nur 16.000 Tonnen exportiert wurden. Zahlen, die auf eine merkliche Veränderung hinweisen: In dem Maße, wie die Landwirtschaft den Anbau von Mais für den Betrieb von Biogasanlagen verstärkt, geht der Getreideanbau zurück.

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erstellt am 04.Feb.2015 | 15:00 Uhr

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