St. Peter-Ording : Ulmen zieren nun Wittendüner Allee

Die Pflanzarbeiten an der Wittendüner Allee dauern voraussichtlich noch bis Ende Februar an.
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Die Pflanzarbeiten an der Wittendüner Allee dauern voraussichtlich noch bis Ende Februar an.

Fast ein Jahr nach der Fällaktion in St. Peter-Ording werden jetzt die Ersatzbäume in die Erde gebracht.

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12. Februar 2018, 15:00 Uhr

St. Peter-Ording | Der Anfang für die „neue“ Wittendüner Allee am Ortsrand von St. Peter-Ording ist gemacht. Derzeit sind Mitarbeiter einer Landschaftsbaufirma dabei, 184 Resista-Ulmen beiderseits der L 33 ab Feldhausweg (führt zum Flugplatz) bis zur Sielquerung (Brücke und Parkplatz L 33/Eiderweg) zu pflanzen. Diese Ulmenart wurde in Wisconsin (USA) gezüchtet und wächst gegen den Wind.

Der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) in Flensburg hat damit sein Wort gehalten. Im März vergangenen Jahres hatte die Straßenmeisterei Wesselburen an die 200 Eschen beseitigen müssen. Sie waren vom Eschentriebspitzenpilz befallen und stellten durch abgestorbene Zweige und Äste eine zu große Gefährdung für den Straßenverkehr dar. Die Gemeinde St. Peter-Ording hatte zuvor interveniert. Es kam zu einem Gesprächstermin. Die Untere Naturschutzbehörde, die die Fällung genehmigt hatte, machte nun zur Auflage, dass an selber Stelle wieder eine Allee angelegt werden müsste. Ärger hatten besonders die Art und Weise der Information seitens des LBV und die Tatsache verursacht, dass Nachpflanzungen von Bäumen auch an anderen Straßen auf Eiderstedt vorgenommen werden sollten. Die Eschenallee war seit fast 100 Jahren sichtbares und landschaftstypisches Merkmal für St. Peter-Ording gewesen (wir berichteten).

Aus praktischen und verkehrstechnischen Gründen wurden zuerst nur die Baumstützen rechtsseitig Richtung Eidersperrwerk in den Boden gebracht. Bei den Grün- und Ackerlandzufahrten über den Zuggraben sind bewusst größere Lücken gelassen. Die Allee ist so geplant, dass das ursprüngliche Erscheinungsbild wiederhergestellt wird. Das hat damit zu tun, dass es sich bei der Eschenallee um ein geschütztes Biotop gehandelt hat. Die Stützen helfen den jungen Bäumen, kräftige Wurzeln für ein gesundes Wachstum zu entwickeln. Nach zwei bis drei Jahren ist diese Phase beendet, so dass die Halterungen entfernt werden können.

Die Pflanzarbeiten werden voraussichtlich in der letzten Februarwoche abgeschlossen sein. Eventuell lassen sich kurzfristige Straßensperrungen nicht vermeiden.

Allerdings wurden bereits jetzt Sorgen laut, dass die Bäume zu dicht an der Straße stehen und somit künftig den Autoverkehr gefährden könnten. Dazu erklärt der LBV auf Anfrage: „Die Bäume werden in gleichem Abstand zur Straße gepflanzt, wie die vorigen Alleebäume. Möglicherweise wirkt der Abstand geringer, weil sie derzeit noch durch Pfahlböcke gestützt werden, die jedoch nach einigen Jahren, wenn die Bäume ausreichend fest verwurzelt sind, entfernt werden.“ In den ersten drei Jahren werden die Bäume durch die Landschaftsbaufirma, danach durch die Straßenmeisterei gepflegt.

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