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Über die Anfänge der Orgelmusik in der Marsch

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erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kotzenbüll | Die Wanderausstellung "Orgeln an der Nordsee - Kultur der Marschen" macht von Donnerstag (16.) bis Sonntag (26.) auch in Kotzenbüll in der St.-Nicolai-Kirche Station. Geöffnet ist sie von 9 bis 17 Uhr. Die Ausstellung erzählt von der Geschichte der Orgellandschaft zwischen Dänemark und den Niederlanden, die weltweit einzigartig ist, vergleichbar dem Weltnaturerbe Wattenmeer, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Sie gibt Einblicke in die Geschichte von Orgelbau und -musik quer durch die Regionen. Hörstationen, Filme und Computerpräsentationen vertiefen die Informationen über die Anfänge dieser Musikregion, die Baumaterialien der Marschen-Orgeln und ihre Baumeister sowie über das Verhältnis von Theologie und Musik.

Auch Eiderstedt war reich an historischem Bestand. Davon zeugt der noch erhaltene Orgelprospekt aus dem Jahr 1512 in Garding, wenngleich das klingende Werk um 1900 zerstört wurde. Um 1512 gab es in Eiderstedt im Abstand von 15 Kilometer fünf bedeutende Orgelwerke. Dazu gehörte auch die Kotzenbüller Orgel. Heute befinden sich in der 1965 stillgelegten Orgel noch Pfeifenbestände aus dem frühen 16. Jahrhundert. Ein Juwel, das es zu erhalten gilt. Derzeit bemüht sich ein Orgelbauverein um die Restaurierung dieses Instruments.

Zum Abschluss der Ausstellung findet am Sonntag (26.) ab 17 Uhr in der St.-Nikolai-Kirche ein Konzert für drei Orgeln statt - unter Einbeziehung des historischen Instruments. Es spielen Landeskirchenmusikdirektor Hans-Jürgen Wulf, Kantor Sebastian Schwarze-Wunderlich und Kreiskantor Christian Hoffmann Originalwerke und Bearbeitungen für drei Orgeln von Müller, Valle, da Bergamo, Böhm und Bach. Der Eintritt ist frei. Es wird um Spenden für die Orgel gebeten.

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