Heimathafen Husum : Tür an Tür mit der Arztpraxis

Drei von der Baustelle: Carsten Philipzig, Angelika Ehlers und Rieke Ernst.
Drei von der Baustelle: Carsten Philipzig, Angelika Ehlers und Rieke Ernst.

Husumer Allgemeinmediziner verwirklicht mit befreundetem Ehepaar in der Lornsenstraße ein etwas anderes Mietwohnprojekt. Dort sollen bis zum Frühjahr zwölf Wohnungen entstehen.

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01. Juni 2018, 12:00 Uhr

Gut Ding will Weile haben, sagt der Volksmund. Carsten Philipzig kann das voll und ganz bestätigen. Seit 2014 arbeitet der Allgemeinmediziner in Husum, und seine Praxis in der Brinckmannstraße findet er zwar „schnuckelig“, weiß aber auch, dass sie nicht mehr ganz zeitgemäß ist. Treppe rauf und kein Back-Office – das sei für einen so sensiblen Ort nicht immer glücklich. Deshalb haben sich Philipzig und Ehefrau Rieke Ernst schon früh nach einer Alternative umgesehen. Doch die zu finden, war gar nicht einfach, zumal sie eine Praxis in zentraler Lage und mit ausreichend Parkmöglichkeiten suchten.

Vor zwei Jahren dann der Durchbruch – zumindest Teil eins. Ein Grundstück in der Lornsenstraße, gleich neben dem Sportplatz der dänischen Schule, erschien verheißungsvoll. „An dem Haus hatten wir zwar kein Interesse“, sagen die beiden, aber am Grundstück schon – auch wenn es ihnen zu teuer erschien. Und dann kam, was wahrscheinlich kommen sollte: Gemeinsam mit einem befreundeten Ehepaar – Angelika und Dirk Ehlers – wuchs sich die Idee vom Praxis-Neubau nach und nach zu etwas Größerem aus.

„Viele unserer Patienten haben Haus und Hof im ländlichen Raum und können sich gut vorstellen, im Alter nach Husum zu ziehen – nicht zuletzt wegen der besseren Infrastruktur. Was lag also näher, als über eine Kombination aus Praxis und seniorengerechten Wohnungen nachzudenken. Und längst ist aus der Idee ein konkretes Bauprojekt geworden: Im „Heimathafen Husum“ sollen bis zum Frühjahr 2019 zwölf Mietwohnungen in der Größenordnung von 48 bis 110 Quadratmetern entstehen. Im Hauptgebäude wird es einen geräumigen Keller und draußen vor der Tür ausreichend Parkplätze für Wohnungen und Patienten geben.

Architektonisch setzt der Neubau Akzente. „Links von uns stehen Gebäude aus den 1930er Jahren, rechts welche aus den 1950ern.“ Da konnte ein bisschen Moderne nicht schaden, zumal die einzelnen Elemente des Neubaus gegeneinander versetzt werden und somit den Charakter der Wohnbebauung in der Lornsenstraße auf ihre Weise wieder aufnehmen. Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes ist die deutlich vergrößerte Arztpraxis untergebracht. Darüber finden sich – bis ins zweite Obergeschoss – die Wohnungen. Oben wie unten wird alles seniorengerecht ausgebaut – „inklusive Fahrstuhl, breiteren Fluren, Handläufen und allem, was sonst noch dazu gehört“, erläutert Angelika Ehlers. Auch die Nachbarn seien schon vor Baubeginn in die Planungen einbezogen worden, sagt Philipzig, der bei dieser Sache „von Anfang an ein gutes Gefühl“ hatte.

Dennoch: Zwei Jahre Vorlauf seien schon gut gewesen. „Für einen Arzt, der voll berufstätig ist“, sei das schon eine ordentliche Herausforderung, bekennt er bei einer Baustellen-Begehung. Umso glücklicher ist Philipzig, mit einem Team arbeiten zu können, „in dem jeder seine Aufgabe hat“. Übrigens: Auch energetisch geht der Heimathafen Husum eigene Wege – mit einem Blockheizkraftwerk werden Wärme und Storm für den Eigenverbrauch produziert und sogar zwei E-Tankstellen betrieben.

>Mehr zum Projekt sowie den geplanten Mietwohnungen unter www.heimathafen-husum.de oder bei Rieke Ernst unter Telefon 0162/ 7809834 oder per E-Mail an heimathafen-husum@gmx.de.

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