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Neue Broschüre : Trauerbegleitung auf einen Blick

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Husumer Arbeitskreis Trauerbegleitung hat in einer Broschüre alle Möglichkeiten zusammengefasst, die bei der Verarbeitung von schweren Schicksalsschlägen helfen können. Der Flyer trägt den Titel „Wege der Trauer“.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 17:00 Uhr

Wie geht man mit seiner Trauer um? Und wo finden sich Möglichkeiten, Unterstützung zu erfahren und Gespräche zu führen? Fragen, auf die der Arbeitskreis Trauerbegleitung jetzt in einer übersichtlichen Zusammenfassung Antworten gibt – in der neuen Broschüre „Wege der Trauer“. Der Arbeitskreis besteht aus Trauerbegleiterinnen verschiedener Einrichtungen, die sich Anfang des Jahres getroffen haben, um ihre Angebote zu bündeln.

Bei der Vorstellung des Flyers betonte Isolde Brendler, dass es sich bei den Hilfen nicht um ein therapeutisches Angebot handelt, sondern um Begleitung. So gibt es beispielsweise die Offene Trauergruppe des Ambulanten Hospiz-Dienstes Husum und Umgebung in Kooperation mit der Evangelischen Bildungsstätte. Diese trifft sich jeden vierten Freitag im Monat um 19.30 Uhr in der Woldsenstraße 47. „Wir wollen mit diesem Angebot Hilfestellung geben und den betroffenen Menschen Mut machen, sich ihrer Trauer zu stellen“, so Corinna Wiese (erreichbar unter Telefon 04841/4706) und Isolde Brendler (Telefon 04841/61177).

Ein weiteres Angebot ist die Kindertrauergruppe, die von einem Team des Hospiz-Dienstes betreut wird und alle zwei Wochen an einem Sonnabend zusammenkommt. Ansprechpartnerin ist Edeltraut Jahns-Reinfeld (Telefon 0160/5401752): „Kinder, die einen Verlust erlebt haben, können in der Gruppe Trauer zulassen und bei gemeinsamen Aktivitäten lernen, ihre Gefühle auszusprechen.“

An jedem ersten Sonntag im Monat findet von 15 bis 17 Uhr im Café Frida in Bredstedt, Markt 31, das Trauercafé statt. Eingeladen sind Menschen, die sich in einem geschützten Raum über ihren Verlust mit anderen Betroffenen austauschen möchten. Eine Anmeldung ist dazu nicht erforderlich.

Einzelgespräche bietet der Hospiz-Dienst an, außerdem Christina Edelmann vom Psychologischen Beratungszentrum im Diakonischen Werk (Telefon 04841/691440) und Ulrike Brede bei Dawartz Bestattungen (Telefon 04841/89010).

In der Broschüre aufgeführt ist auch das Gesprächsangebot für verwaiste Eltern von Karola Reineke (Telefon 04841/662653), angesiedelt bei der Evangelischen Familienbildungsstätte. Wenn Kinder sterben, bedeutet das für die Eltern wohl den schwersten Schicksalsschlag. „Wie können wir ohne unser Kind weiterleben?“ – „Welche Folgen hat das für die Partnerschaft und für die anderen Kinder?“ Solche und andere Fragen dürfen hier gestellt werden.

Außerdem wird in der Altenbegegnungsstätte das „Café für die Seele“ angeboten. Jeden zweiten Freitag im Monat um 15 Uhr treffen sich hier – ohne Voranmeldung – Menschen, die einen Abschied erleben mussten oder aus einem anderen Grund eine Lücke in ihrem Leben auszuhalten haben. Und es gibt auch die die Initiative „Regenbogenkinder“. Die Gruppe unterhält auf dem Ostfriedhof eine Grabstätte für sehr früh verstorbene Kinder und bietet Beisetzungen an. Nähere Infos bei den Pastorinnen Jutta Jessen-Thiesen (Telefon 04841/9040934) und Gesa Kratzmann (Telefon 04671/6374).

Alle Angebote sind kostenfrei. Die Broschüren liegen in den beteiligten Einrichtungen aus. Weitere Infos bei Ansprechpartnerin Ulrike Brede.

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