Preis für Nachwuchskünstler : Träume von "richtig coolen Filmen"

Ausgezeichnet: Laura Matt,   Philipp Jahnke und Niklas Martensen. Foto: nt
Ausgezeichnet: Laura Matt, Philipp Jahnke und Niklas Martensen. Foto: nt

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03. Dezember 2008, 09:21 Uhr

Niebüll | Beim Video-Film-Fest im Jugendhof Scheersberg haben auch drei Niebüller Preise errungen: Laura Matt (17) erhielt einen von drei Sonderpreisen, Philipp Jahnke (14) und Niklas Martensen (13) einen Publikumspreis. Die Filme entstanden auf Workshops der Offenen Medienstation Niebüll.

90 Nachwuchsfilmer aus ganz Schleswig-Holstein waren zum diesjährigen Video-Film-Fest im Jugendhof Scheersberg gekommen. Zwei Tage lang haben die Niebüller mit anderen Filme geguckt und sich eine Meinung gebildet. Laura Matt hatte mit ihrem Experimentalfilm "Armelie" Erfolg. Schönheit und Funktion des menschlichen Armes werden darin dargestellt - und mit einem witzigen Schluss gekrönt. Ihr Film ist bei einem Video-Workshop der offenen Medienstation Niebüll entstanden. Die 17-jährige Schülerin der Friedrich-Paulsen-Schule denkt noch gern an die Film-Arbeit zurück. Tina Weis vom Projekt Vorarbeit und Julia Graf, die damals ihr freiwilliges kulturelles Jahr absolvierte, waren ihre Mitstreiter. "Es hat sehr großen Spaß gemacht. Ich habe mich riesig über den Preis gefreut."
Eigentlich auf den Final-Preis gehofft
"Wir waren das zweitjüngste Team", berichten Niklas und Philipp, die beide achte Klassen am Niebüller Gymnasium besuchen. Der Wettbewerbsbeitrag "Allein" ist bereits ihr zehnter Film. "Eigentlich hatten wir auf einen Final-Preis gehofft", gesteht Philipp. Aber immerhin können die beiden Niebüller Schüler nun stolz darauf sein, unter 52 Wettbewerbsbeiträgen einen fünften Platz erreicht zu haben - und mit dem Publikumspreis eine begehrte Trophäe des Video-Film-Festes. Ihr Film ist auch für den Landeswettbewerb im kommenden Jahr nominiert worden.
Zum Inhalt des Films
Niklas beschreibt den Inhalt ihres auf Scheersberg gezeigten Videos folgendermaßen: "Ein Geist kommt in ein Haus, in dem Menschen bekümmert am Tisch sitzen. Der Geist setzt sich dazu und ist verzweifelt, weil ihn keiner wahrnehmen kann. Plötzlich kommt ein Anruf - der Geist verschwindet." Entstanden ist der kurze Film, der für Gänsehaut sorgt, mit weiteren Mitstreitern auf einem Workshop zum Thema "Glück und Unglück". Die Beiden haben auch einen Film zum Thema Glück produziert, diesen aber nicht eingereicht. "Traurige Filme lassen sich besser machen", sind sich die jungen Filmemacher sicher. Auch bei ihrem nächsten Film soll es um ein eher düsteres Thema gehen. Niklas und Philipp sind beide Mitglieder der Medien-AG der FPS und Akteure bei "Wattn TV", das einmal im Monat im "Offenen Kanal Flensburg" zu sehen ist. Fasziniert haben sie beim Video-Film-Fest auf die raffinierten Tricks und elektronischen Spielereien in anderen Beiträgen geschaut. "Es waren auch Studenten dabei, die ein richtiges Budget zur Verfügung haben, damit können wir uns nicht messen", räumen sie ein. "Trotzdem wäre es toll, wenn sich Sponsoren fänden, damit wir unsere Filmtechnik in der AG ein bisschen aufrüsten können. Dann würden wir einen richtig coolen Film mit vielen Effekten machen", schwärmen Niklas und Philipp. Wie die jungen Filme-Macher erzählen, hat ihr Hobby bereits die Berufswahl beeinflusst. "Regisseur oder Schauspieler", ist derzeit das erklärte Berufsziel der Beiden.
Die Offene Medienstation Niebüll
Die Videos, zwischen zweieinhalb und knapp vier Minuten Länge, entstanden in Workshops der Offenen Medienstation Niebüll. Diese wird vom Verein der Freunde des Richard-Haizmann-Museums getragen.

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