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Husumer Nachrichten

18. November 2017 | 03:51 Uhr

St. Peter-Ording : Tourismus weiter im Aufwind

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

St. Peter-Ording verzeichnet steigende Zahlen bei Vermietungsobjekten und Buchungen in der Zimmervermittlung.

Eigens für das Tourismus-Service-Center der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording war eine Sitzung des Tourismusausschusses der Gemeinde einberufen worden.

Thies Jahn, Leiter des Tourismus-Service-Centers, hatte in seinem Bericht „Status Quo 2017 & Prognose 2018“ Positives zu vermelden. Das digitale Zeitalter hat in der TZ verstärkt Einzug gehalten. Der Auftritt sei insgesamt zeitgerecht und ansprechend, so Jahn. „Das beweisen nach außen hin die Tourismus-Informationen im Bad und im Dorf mit ihrem einladenden Styling. Durch sie fühlen sich Urlauber und Gäste angesprochen.“

Das ist schon in den Windfängen – täglich bis 21 Uhr zugänglich – mit den Prospekt-Materialien der Fall. Jeweils im Bad als auch im Dorf fallen im mit Sitzecken ausgestattetem Großraum sogenannte Destinations-Werbeartikel ins Auge. Wie wichtig diese sind, ist am Umsatz erkennbar. Waren es 2016 von Januar bis August 16.289 Euro, sind es in diesem Jahr 56.643 Euro. „Präsentation und Angebot machen diesen enormen Anstieg sicher aus.“ Von weiteren Steigerungen dürfe man in Zukunft nicht unbedingt ausgehen, „aber es ist ein wichtiger Nebeneffekt für die emotionale Bindung der Gäste und Urlauber.“ Außerdem gibt es hier WLAN/Hotspot und Handy-Auflademöglichkeiten.

Seit 2017 ist Strandkorbbuchung mobil beziehungsweise über www.st-peter-ording.de und Zahlung per Paypal oder Kreditkarte möglich. Auch Veranstaltungen können zum Teil schon jetzt online gebucht werden. Gleichfalls ist es seit August für TZ-Partner der Zimmervermittlung möglich, die Kosten für die Gästekarte gleich mit der Buchung zu berechnen, und bei Online-Ausstellung der Gästekarten besteht bereits für alle Vermieter die Möglichkeit, ihren Gästen zur Eintragung der Daten für die Gästekarten einen Link zukommen zu lassen.

Welchen Stellenwert solche Punkte haben, machte die Prüfung am 28. Juni durch den Deutschen Tourismusverband (DTV) deutlich: Mit 90 Prozentpunkten bei einem Landes- und Bundesdurchschnitt von 81 Prozent ist die TZ bis August 2020 erneut zertifiziert. Auf der Liste der noch zu verbessernden Dinge haben die Prüfer Information der Gäste über digitale Medien wie Info-Säulen an wichtigen Tourismus-Punkten (hier scheiterte die Umsetzung bisher am fehlenden Budget) oder mobile App , Bewegtbilder (Video) auf Bildschirmen, Angebot von Audio Guides, bessere Ausschilderung der Tourist-Infos im Ort und Gepäck- und Fahrradboxen vermerkt.

Wesentliches Augenmerk richtete Thies Jahn auf Vermietungsobjekte und Buchungen in der Zimmervermittlung. Waren es 2015 nur 941 Objekte mit 4.486 Buchungen, stiegen die Zahlen 2016 auf 1.389 Objekte mit 5.877 Buchungen und 2017 weiter auf 1.716 Objekte mit 7.325 Buchungen. Das hatte positive Auswirkungen auf die Umsätze und damit auch auf die Provisionserlöse. Diese werden gegenüber 2016 in Höhe von fast 430.000 Euro für 2017 mit derzeit noch konservativ über 530.000 Euro prognostiziert, voraussichtlich übersteigen diese aber diesen Betrag noch. Man habe an vielen Stellschrauben gedreht, ergänzte Constanze Höfinghoff. TZ im Dialog, Gastgeberwerkstatt und Hotelstammtisch hätten das ihre beigetragen.

Uwe Kirchner (CDU) stellte die Frage nach der Effizienz, da das auch Arbeitszeit koste. Digitale Buchungen brauchten weniger Zeit. Die Buchungszentrale ist mit zwei Vollzeitstellen besetzt. Die weiteren Mitarbeiter erledigten darüber hinaus diese Aufgaben neben ihren anderen. Die Plätze müssten so oder so besetzt sein. Qualifizierungsprozesse sind auch erfolgt. Schon jetzt liege für 2018 ein gebuchter Umsatz in Höhe 277.592 Euro vor. Das entspricht einer Provision zugunsten der TZ in Höhe von 35.436 Euro. Ziel ist, die Umsätze der Betriebe zu erhöhen.

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