Suche nach schnellen Lösungen : Tourismus-Organisation auf Eiderstedt: Noch Klärungsbedarf

Auf der Zielgeraden angekommen  ist die Lokale Tourismus Organisation – allerdings etwas später als geplant.
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Auf der Zielgeraden angekommen ist die Lokale Tourismus Organisation – allerdings etwas später als geplant.

Die Tourismus-Zentrale Eiderstedt wird nicht wie geplant zum Jahresende aufgelöst. Es besteht noch Klärungsbedarf für die Nachfolgerin, die Lokale Tourismus Organisation. Doch sind die Beteiligten guten Mutes, schnelle Lösungen für die offenen Fragen zu finden.

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21. November 2013, 17:00 Uhr

Die neue Lokale Tourismus Organisation (LTO) für Eiderstedt lässt noch auf sich warten. Eigentlich sollten gestern in einer Mitgliederversammlung die Weichen für die Nachfolgerin der Tourismus-Zentrale Eiderstedt (TZE) gestellt werden. Es sollte die Auflösung und die Neugründung zum 1. Januar 2014 beschlossen werden. Doch die Zusammenkunft wurde vom Vorstand kurzfristig abgesagt.

Die Vertreter St. Peter-Ordings hatten noch größeren Beratungsbedarf verschiedener Punkte, wie der Marketingrahmen, die praktische Umsetzung und Finanzierung, gesehen sowie zur Gründung vorab einen Marketing- und Wirtschaftsplan gefordert. Ferner sollen die Mitglieder Zeit haben, sich intensiv mit den Vorlagen und Beschlüssen in den politischen Gremien zu beschäftigen. Damit bleibt die TZE für das Jahr 2014 vorerst bestehen, es werden die entsprechenden Beiträge erhoben. In der LTO sollen künftig alle touristischen Kräfte auf Eiderstedt gebündelt werden, mit dem beliebten Nordseebad St. Peter-Ording als Zugpferd. Die Aufgaben werden das Marketing, die Interessensvertretung und die Betreuung der Tourismusvereine vor Ort sein. Die LTO ist auch eine Voraussetzung, um künftig Fördergelder vom Land zu erhalten. 100 000 Euro an Mitgliedsbeiträgen stehen zur Finanzierung zur Verfügung.

Auf keinen Fall bedeutet diese Verzögerung das Ende der LTO. „Wir wollen sie“, betonten gestern sowohl TZE-Vorsitzender Ranjet Biermann als auch St. Peter-Ordings Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier, der auch zweiter Vorsitzender der TZE ist, auf Anfrage. „Die nächste Mitgliederversammlung wird im Februar oder März stattfinden“, erklärte Biermann. „Jetzt müssen alle Bedenken auf den Tisch, damit sie bis dahin vom Werbeausschuss bearbeitet werden können.“ Es bestehe zu Recht noch Klärungsbedarf. Das Ziel sei, dass noch im ersten Halbjahr in einer weiteren Mitgliederversammlung dann ein Beschluss zu TZE und LTO gefasst werden. Dass es eine Einigung bei den strittigen Fragen geben wird, daran besteht für Biermann und Werner Domann, Veranstaltungs- und Marketingleiter von St. Peter-Ording und Mitglied im Werbeausschuss, kein Zweifel. „Das sind Punkte, die alle schnell abzuarbeiten sind“, so Biermann. „Uns ist wichtig, dass abgeklärt ist, was wir mit der LTO umsetzen wollen“, erläuterte Domann, der demnächst in den Ruhestand geht, die Bedenken St. Peter-Ordings. „Mit welchen Marketing-Produkten wollen wir auf den Markt?“ Angedacht sei beispielsweise ein Gastronomieführer. Wie solle das alles im einzelnen finanziert werden und welche weiteren Einnahmequellen neben den Mitgliedsbeiträgen können zusätzlich erschlossen werden. Schließlich sei der Etat vergleichsweise gering. Ferner gebe es noch offene Fragen zu den Gastgeberverzeichnissen und der Zimmervermittlung.

Nach seiner Ansicht hätten diese Fragen von der LTO geklärt werden können, so Biermann. Doch habe er durchaus Verständnis dafür, diese vorher abzuarbeiten. Die LTO soll – genau wie die Tourismus-Zentrale – als Verein organisiert werden. Vorgesehen sei zu Anfang eine GmbH & Co. KG gewesen, doch das wäre zu teuer geworden, erklärte Biermann.

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