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Urlaub an der Nordseeküste : Tourismus: Mit Qualität punkten

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Reisemarkt ist umkämpfter denn je. Deshalb müssen die Urlaubsorte an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste künftig noch mehr auf Qualität setzen. Das raten Marktforscher den touristischen Akteuren an der Westküste.

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2013 | 17:00 Uhr

Die Zeiten, in denen die Urlaubsorte an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste fast schon automatisch auf eine große Zahl unbeirrbarer Stammgäste zählen konnten, sind endgültig vorbei. Zunehmend kommt es darauf an, im intensiven Wettbewerb mit anderen Reisezielen erkennbar und unterscheidbar zu sein. Auf dem von der Nordsee-Tourismus-Service GmbH (NTS) initiierten Marktforschungstag in Husum ging denn auch ein Ruck durch die Branche. Unter dem Motto „Marken, Motive, Motivationen“ wurden Zahlen, Daten, Fakten zur Position der Nordsee Schleswig-Holsteins im Markt präsentiert, die deutlich machten, dass es nach wie vor viele Hausaufgaben für die touristischen Akteure in Nordfriesland, Dithmarschen und Helgoland zu machen gilt. Aber es gibt auch viele Chancen und Perspektiven, für die es sich lohnt, zu arbeiten und zu investieren. Dieses Fazit zog die NTS nach der Veranstaltung im Nordsee-Congress-Centrum.

Experten des Kieler Instituts für Tourismus und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) sowie des Instituts für Management und Tourismus (IMT) der Fachhochschule Westküste in Heide präsentierten aktuelle Ergebnisse aus unterschiedlichen Marktforschungsstudien. Neben vielen Details wurden mehrere Kernaussagen herausgearbeitet: Die Nordsee gehört zu den Top-Destinationsmarken in Deutschland. Die Markenstärke der Nordsee Schleswig-Holstein ist beachtlich. Daraus erwachsen klare Chancen für die Nordseeziele, von der Markenstärke der Nordsee zu profitieren.Dabei sind es inbesondere folgende Themen, die das stärkste Potenzial für die Destination bieten: Strand & Baden, Natur erleben, Gesundheit sowie Radfahren. Weitere Themen wie Kulinarik und Wellness bilden demnach geeignete Ergänzungen des Profils. Reiten und Golf hingegen bleiben Nischenthemen.

Nach Einschätzung der Experten ist die Nordsee Schleswig-Holstein aber zunehmend mit der sogenannten Multi-Optionalität der Kunden konfrontiert. Der Kunde hat und sieht immer mehr Wahlmöglichkeiten beim Reisen und die Palette der Reisemöglichkeiten wird immer größer. Im Wettbewerb mit anderen Reisegebieten ist die Nordsee-Schleswig-Holstein zwar deutlich weniger austauschbar als andere Ziele, aber eben auch nicht immun dagegen im Gesamtangebot des Küstentourismus in Europa „unterzugehen“. Deshalb muss dass Marketing eine immer höhere „Schlagzahl“ erbringen – über mehr Medien und immer häufigeren Impulsen vor allem auch im Onlinebereich.

Als zentrale Wettbewerbsstrategie für die Nordsee gilt wie schon in der Vergangenheit „die Qualität zum guten Preis“, hieß es dazu beim Marktforschungstag. „Die Nordsee lasse sich nur über Qualität verkaufen.“ Diese dürfe und müsse an der Nordsee aber auch etwas kosten, weil sich dann die Investition in die Qualität für die Anbieter lohnt. Qualität und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis seien die beste Werbung für die Destination.

„Ich habe trotz aller zu leistenden, gemeinsamen Aufgaben aufgeatmet, denn unsere Strategien im Rahmen des Masterplans Nordsee stimmen“, erklärte dazu NTS-Geschäftsführerin Constanze Höfinghoff. „Zu tun gibt es aber immer noch eine Menge, insbesondere im Hinblick auf die wachsenden Anforderungen des Marktes in punkto Qualität und die neuen Kommunikations- und Buchungswege. Die Entwicklung und Qualitätssicherung auf der Angebots- und Leistungsebene könne die NTS allerdings nicht allein leisten. Im Frühjahr 2014, so kündigt Höfinghoff an, liegen die Ergebnisse der Gästebefragung Schleswig-Holstein 2013 vor. Dann werde in der Auswertung die Perspektive derer beleuchtet, die bereits einen Urlaub an der Nordsee Schleswig-Holsteins verbracht haben.

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