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Badestrand als Attraktion : Tourismus-Direktor ist optimistisch

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Am Tönninger Eiderstrand soll unter anderem eine neue Badetreppe für 45.000 Euro entstehen. Damit will man die Attraktivität des beliebten Badestrandes deutlich erhöhen, stellte der Tourismusausschuss fest.

Drei Empfehlungsbeschlüsse, die Tönnings Tourismus-Direktor Torsten Kreß auf den Nägeln brannten, segneten die Mitglieder des Tourismusausschusses der Stadt jeweils einstimmig ab. So soll die schon länger im Gespräch befindliche Badetreppe am Eiderstrand im kommenden Jahr mit einem geschätzten Kostenvolumen von 45.000 Euro realisiert werden. „Das LKN hat bereits positive Signale ausgesandt“, erklärte Kreß. Die Treppe werde das I-Tüpfelchen im Gesamt-Ensemble mit der vor Saisonstart 2015 angelegten Stranddüne inklusive Badekarren, Spielmöglichkeiten für die Kids sowie Strandkörben. Das Terrain werde, so Kreß, von vielen Gästen und Einheimischen genutzt und sei hoch gelobt worden.

Den Wunsch nach einer Treppe, um vom Strandbereich aus ins Wasser gehen zu können, hätten nicht nur viele Besucher geäußert, sondern auch die Stadtpolitiker. Aktiv sei das Projekt von den Mitgliedern des Seniorenbeirates begleitet worden. Laut Konzept können auch Rollstuhlfahrer sowie Senioren sie nutzen. „Hervorragend, das wurde Zeit“, kommentierte Gremiums-Mitglied Jürgen Ziegert (CDU). „Das ist ein guter Schritt zur Weiterentwicklung des Tourismus unserer Stadt“, betonte Jan Diekmann (SPD). Auch Mery Ebsen (AWT) gab ihrer Freude Ausdruck. Sie habe festgestellt, dass der Strandabschnitt tatsächlich stark frequentiert werde. Positive Stimmen höre sie immer wieder über den neuen Imbissbetreiber.

„Ich möchte, dass wir uns auch als Tourist- und Freizeitbetriebe weiterentwickeln und besser auf die Wünsche der Gäste eingehen können. Dazu gehört es beispielsweise auch, am Wochenende da zu sein“, erklärte Kreß. Seine beiden Mitarbeiterinnen mitsamt der Auszubildenden würden gute Arbeit leisten. Eine habe eine 80-Prozent-Stelle, die zweite eine halbe. „Ich möchte, dass die halbe Kraft im Stellenplan auf 80 Prozent aufgestockt wird sowie die weitere auf eine volle Stelle“, so der Tourismus-Direktor. Ohne Diskussion votierten die Mitglieder dafür.

„Der Tourismus ist unser Flaggschiff. Das muss sicher fahren“, bekräftigte der Vorsitzende Andreas Berg.

Bis 2017 sei Tönning, so Kreß, noch als Luftkurort anerkannt. Der Status muss alle zehn Jahre überprüft und danach ein neuer Antrag gestellt werden. Voraussetzung sei ein Luftgutachten, das rund 9000 Euro kostet. „Ich finde, wir könnten drauf verzichten“, meinte Mery Ebsen. „Ich warne davor“, antwortete Kreß. Der Titel sei gerade auch als Nationalparkpartner wichtig. Es werde damit geworben. Nicht zuletzt zähle er bei Gewährung von präventiven Kuren. Auch hierzu empfahl das Gremium das Go pro Gutachten durch einstimmiges Votum.

„Die Saison 2015 lief wegen des Wetters zunächst schleppend an“, so der Tourismus-Direktor in seinem Bericht. Im Mai und Juni seien viele Kurzzeiturlauber da gewesen. Von Juli bis September waren dann die Quartiere ausgebucht. „Die Qualität stimmt in Tönning. Viele haben sich zertifizieren lassen. Wir können zufrieden sein“, so Kreß.

Das in diesem Jahr neu aufgelegte Gastgeberverzeichnis, der Urlaubsbegleiter, die Erlebniskarte oder der Prospekt für Kinder, von Kindern der Grundschule am Ostertor im Rahmen eines Projektes erstellt, kommen gut an bei den Urlaubern. Inzwischen gibt es auch Reiseführer in dänischer und französischer Sprache. Weitere Informationsbroschüren beschäftigen sich mit dem Freibad, Multimar-Wattforum oder der Fahrrad-Konzeption auf Eiderstedt. Im Bereich Merchandising gebe es neue Tönning-Aufkleber, ein Hörbuch, Anstecker oder das Tönning-Spiel. Die Stadt ist auf allen wichtigen Messen europaweit vertreten. Tönning zeige sich mit Pellworm als Kooperationspartner auf dem Dresdner Reisemarkt, Dortmunder Herbst, der Reisen und Caravan Erfurt, oder der Reisemesse Essen. Gut angenommen wird der im Frühjahr eröffnete Generationenplatz gegenüber dem Freibad. Auch junge Leute nutzen ihn. Erfolgreich seien die Veranstaltungen gewesen, vom großen Strandfest, bis hin zum Kulturprogramm nebst Ausstellung im Packhaus. Allen Ehrenamtlern, die sich einmal mehr beim Krabbenpulen, dem Mondschein-Kino, den vier Musikabenden auf dem Markt eingebracht hätten, gebühre Dank.

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