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Husum : Totes Baby: Bei der Geburt hat es noch gelebt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nach dem Fund in Husum liegt das vorläufige Obduktionsergebnis liegt vor. Aber was ist die Todesursache?

shz.de von
erstellt am 12.Jun.2015 | 08:22 Uhr

Husum | Das kleine Mädchen hat gelebt. Warum es starb, steht noch immer nicht fest. Nach dem Fund eines toten Babys in einer Wohnung in Husum, liegt der Flensburger Staatsanwaltschaft das vorläufige Obduktionsergebnis vor. „Das Baby wurde nicht tot geboren“, erklärte Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt gestern. „Das Mädchen ist als Frühgeburt etwa einen Monat vor dem eigentlichen Stichtag lebensfähig zur Welt gekommen.“

Die Todesursache steht trotz der Obduktion noch nicht fest. „Die Rechtsmediziner haben keine Hinweise auf eine etwaige Gewalteinwirkung festgestellt“, so Stahlmann-Liebelt. Weitere feingewebliche Untersuchungen seien jetzt erforderlich, um zu bestimmen, wie lange das Baby nach der Geburt gelebt habe und warum es gestorben sei.

Die Mutter (29) und der Vater (31) des Babys arbeiten in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung, gelten als „sehr selbstständig“. Dort soll die Schwangerschaft aber nicht bemerkt worden sein.

Offen ist die Frage, warum die Eltern nach der Geburt keine Hilfe holten. Nach Erkenntnissen der Ermittler kam das Kind am 7. Juni zur Welt. Drei Tage später entdeckten Polizeibeamte dann den toten Säugling in der Wohnung der Mutter. Eine Freundin hatte die Polizei informiert.

Die Flensburger Staatsanwaltschaft hat die Mutter vernommen, macht aber keine Angabe zu ihrer Aussage. Sie soll erst mit dem endgültigen Obduktionsergebnis abgeglichen werden. Haftbefehl gegen die Eltern wurde nicht erlassen, sie sind auf freiem Fuß.

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