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Rettung durch Nachbarn : Toter bei Hausbrand in Oster-Ohrstedt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein Einfamilienhaus in Oster-Ohrstedt brannte gestern in voller Ausdehnung. Der Mieter konnte von Nachbarn gerettet werden, für den Eigentümer kam jede Hilfe zu spät. Er wurde nach den Löscharbeiten im Haus gefunden.

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erstellt am 10.Jan.2016 | 18:08 Uhr

Ein schreckliches Bild bot sich den Einsatzkräften der Feuerwehren Oster-Ohrstedt, Schwesing und Wester-Ohrstedt. Als sie gestern kurz nach der Alarmierung um 12.46 Uhr an einem kleinen Einfamilienhaus in Oster-Ohrstedt eintrafen, brannte das Gebäude bereits in voller Ausdehnung. Noch vor dem Eintreffen der Wehren, konnten Anwohner aus einem Nachbarhaus mit einer Leiter den 54-jährigen Mieter aus dem Obergeschoss des Hauses retten. Der Mann wurde mit Rauchvergiftungen in ein Husumer Krankenhaus eingeliefert. Nachdem die rund 80 Einsatzkräfte der drei Wehren das Feuer nahezu abgelöscht hatten, konnte das Gebäude betreten werden. „In einem Raum fanden wir dann eine leblose Person“, so Schadwald. Um wen es sich bei dem Toten handelt, konnte der Amtswehrführer nicht sagen. Vermutet wird aber, dass es der Vermieter ist.

Die Brandstelle wurde von der Polizei beschlagnahmt, gegen 17 Uhr wurde der Tote dann abtransportiert.

Immer wieder flammte das Feuer auf, so dass bis gegen 17.30 Uhr nachgelöscht und aufgeräumt werden musste.

Die eigentlichen Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, wie Schadwald sagte, das Haus liegt an einem hinteren Grundstücksteil des Ahrenviöler Weges, die Wehren mussten die Brandbekämpfung über lange Schlauchstrecken vornehmen. Die Löschfahrzeuge kamen nicht direkt an den Brandort heran. Ein Feuerwehrmann erlitt bei dem Einsatz eien Rauchvergiftung.Die Kriminalpolizei hat noch während der Löscharbeiten erste Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Am Haus entstand Totalschaden, das Gebäude ist nicht mehr bewohnbar.

Zur Versorgung der Einsatzkräfte hatte das Rote Kreuz ein beheiztes Zelt aufgebaut und versorgte die Aktiven mit heißen Getränken und Essen. Zusätzlich vor Ort zur Betreuung waren Pastor Jürgen Kaphengst aus Schwesing sowie Mitarbeiter des psychologischen Dienstes der Feuerwehr eingesetzt. „Man darf nicht vergessen, dass wir alles Freiwillige sind“, so Schadwald. „Daher ist auch die Betreuung nach so einem Ereignis sehr wichtig. Wir legen allerhöchsten Wert darauf, dass unsere Leute nach einem Einsatz wohlbehalten, nicht nur körperlich, zurückkehren“, unterstreicht Schadwald.

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