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Husumer Nachrichten

20. November 2017 | 05:14 Uhr

Joldelund : Torfmoorholmer räumen ab

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mehr als 1.000 Besucher wollten beim zweiten Joldelunder Open Air die Deutsch-Rocker von Torfrock live hören.

40 Jahre und kein bisschen leiser. Auch nach vier Jahrzehnten begeistern die Männer von „Torfrock“, jener Kult-Band aus dem Norden um Klaus Büchner und Raymund Voß, Jung und Alt wie am ersten Tag. Das zeigte sich während des zweiten Joldelunder Open Air. Zudem lief es bei Kaiserwetter über die Bühne. „Volle Granate, Renate, Renate“ stimmten nicht nur die Fans der nordischen Deutsch-Rocker unter den über 1.000 Gästen ein. Selbst junge Leute konnten die Texte der ach so bekannten Dinger, wie „Karola Petersen“, die ein heimlicher Verehrer so gern beim Krabben pulen sehen würde, oder das Jimi Hendrix gewidmete „He Jo“ und natürlich „Presslufthammer-Bernhard“ mit dem zungenbrecherischen Refrain aus voller Kehle mitschmettern.

Ein tanzender und jubelnder Chor – ja, das gefiel den Torfmoorholmer Musikern sehr gut. Sie brachten nicht nur die Bühne mit ihrer fulminanten Show – begleitet von Lichteffekten – zum Beben, sondern die Joldelunder Luft zum Brennen. „Voll cool sind die“, schwärmte der 13-jährige Christopher Brandt aus Flensburg. Er war extra wegen des Konzertereignisses mit seinen Eltern angereist. „Unsere ganze Familie ist, seit es die Band gibt, vom Torfrock-Virus angesteckt. Wir haben alle LP’s und CD’s von ihnen, und wir hören sie regelmäßig. Macht einfach Laune“, so Familienvater Herbert. „Was für eine Stimmung hier. Ich bin praktisch mit Torfrock groß geworden. Die Band ist phänomenal“, schwärmte Martina Sönksen aus Husum. Damit sprach sie vielen aus der Seele. Sie war es, die wie viele andere mit an vorderster Front direkt vor der Bühne mitrockte und das Geschehen um sie herum völlig vergaß.

Nicht minder zufrieden verließen die Musiker nach fast zweieinhalb Stunden mit drei Zugaben die Joldelunder Bühne. „Das hat Spaß gemacht mit Euch“, stellte Frontmann Klaus Büchner fest. Der überzeugte übrigens auch mit seinen Solo-Einsätzen an diversen Flöten. Total glücklich waren beide Veranstalter, der Joldelunder Biobäcker Gerd Lorenzen sowie der Chef des Vereins „Fete Joldelund“, Jan Andresen. Bereits das erste Event dieser Art im vergangenen Jahr war ein Erfolg gewesen (wir berichteten). „So musste zwangsläufig eine Fortsetzung folgen. Ich bin happy, kann ich nur sagen. Mit Torfrock haben wir genau die richtige Gruppe hergeholt“, so Lorenzen, der einmal mehr mittendrin mitfeierte. Außerdem, so Nicolaisen, bestehe ja der Verein auch schon 25 Jahre. Da musste ein Highlight her.

Zu Beginn des Open-Air-Spektakels hatte bereits die elfköpfige Band „SOULution“ aus Flensburg kraftvoll eingeheizt. Mit drei sympathischen Sängerinnen, die jede für sich eine andere Stimmlage mitbrachte, sowie Holz- und Blechbläsern, ging die Post ab. Besonders authentisch kamen Titel der großartigen Aretha Franklin oder Diana Ross ’rüber. Auch die Bandmitglieder wurden besonders von ihren Fans gefeiert.

Zum Schluss hatten die Organisatoren ein weiteres Ass im Ärmel. „RePolice“ – drei Musiker mit Bühnenerfahrung – punkteten mit Titeln der legendären Band „Police“. Auch hier sangen die Fans Songs wie, „Message in a bottle“ oder „Walking on the moon“, mit Inbrunst mit. „Nahe am Original“, fand Marina Hansen aus Niebüll. Die Koppel-Party für die Jugend war nach dem Live-Spektakel das I-Tüpfelchen einer langen, lauen Sommernacht im Freien. Lob von den Gästen gab es für die dezent agierenden Sicherheitskräfte, die Blaujacken der Feuerwehr Joldelund-Kolkerheide (sie sorgten für einen reibungslosen Parkplatzdienst) sowie der Rettungsdienst Nordfriesland.

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