Südtondern : Tolles Osterfest trotz Winterwetter

... während in Stadum nach einer Holzauktion das Osterfeuer entzündet wurde.  Foto: ula
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... während in Stadum nach einer Holzauktion das Osterfeuer entzündet wurde. Foto: ula

Hasenalarm in Niebüll, Eiersuche in Leck und Osterfeuer in Stadum.

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02. April 2013, 08:52 Uhr

Niebüll/Stadum/Leck | Der Ostersonnabend in der Niebüller Innenstadt stand erneut im Zeichen österlichen Brauchtums. Seit 2004 schickt der HGV Niebüll an diesem Tag seine "Niebüller Stadthasen" los. Begonnen hatte der Brauch in besagtem Jahr als Jubiläumsaktion zum 75-jährigen Bestehen des Vereins mit genau 75 als Hasen verkleideten Nordfriesen - und in den darauf folgenden Jahren wurde es jeweils immer einer mehr.

So hoppelten anno 2013 genau 84 Hasen durch die Stadt. Und nicht nur das: Sie verteilten im Zentrum und mehreren örtlichen Einrichtungen wie Seniorenheimen, Hospiz und Klinikum 6000 bunt gefärbte Ostereier. Begonnen hatten die österlichen Aktivitäten bereits gegen 10 Uhr. Vom Einkaufszentrum Knudtsen aus strömten die Langohren - überwiegend "Junghasen" - in die Stadt und Gewerbegebiete aus. In der Innenstadt wurden unter dem Motto "Schlag den Hasen" Spiele veranstaltet. 85 Kinder beteiligten sich. Ihnen wurden Bobby-Car-Rennen, Eierlaufen, Hasenangeln, Golf und Schminken angeboten.

Gegen Mittag zogen die Hasen, musikalisch angeführt von den Delvtown Jazzmen aus Dithmarschen zum Rathausplatz. Dort wurden sie Andreas Rackow (Radio Schleswig-Holstein), der Stimme des HGV, begrüßt. Grüße galten auch den Besuchern der Niebüller Innenstadt. Nach Schätzungen von HGV-Geschäftsführerin Silke Jannsen und Stadtmanager Holger Heinke mögen es an die 4000 Menschen gewesen sein, die sich am virtuellen Stadttor die Klinke in die Hand gaben.

Auf der HGV-Bühne wurde Kauffrau Renate Hartwig zu "Ehrenhäsin auf Lebenszeit" ausgerufen und damit für ihr langjähriges Engagement um das lustige Hasenspektakel ausgezeichnet. Besucher des Rathausplatzes hatten Gelegenheit, Fotos von der versammelten Hasenschar zu machen.

Nachmittags ging es am Friesencenter weiter - mit der Ostereier-Suche für Kinder und der Öffnung des Eier-Aquariums, dem ein Eierquiz voran gegangen war. Geschätzt werden sollte die richtige Reihenfolge der Eierfarben im Aquarium. Für das Quiz wurden zwölf Preise ausgelobt. Die drei Hauptgewinne - ein Gutschein über 500 Euro vom Friesencenter, Golddukaten in Höhe von 250 Euro von der VR-Bank und eine Autoreinigung durch die Mürwiker Werkstätten (150 Euro) - überreichte HGV-Mitglied Holger Schensar in dieser Reihenfolge an Per Christoph Gloe (Mohrkirch/Angeln), Lisa Marie Nissen (Stedesand) und Jona Gottburg (Niebüll). Hauptgewinnerin des Kinderspiels wurde Sophie Rautenberg aus Dagebüll.

Als österliches Finale loderte am Friesencenter das Osterfeuer auf - aus Sicherheitsgründen in mehreren mit Holz gefüllten Tonnen. Als die letzten Holzreste verglüht waren, war ein denkwürdiger Ostersonnabend zu Ende gegangen; denkwürdig deshalb, weil es ungemütlich kalt war wie selten zuvor vor Ostern, aber dennoch so viele Menschen in die Stadt kamen, um das zehnte Osterhasenspektakel mitzuerleben, mit dem die Stadt längst weit über ihre Grenzen hinaus bekannt geworden ist.

In Stadum wollten sich die Einwohner am Ostersonnabend ein Schnäppchen sichern. Bei der Strauchdeponie hatte die Gemeinde zur Holzauktion geladen. Eltern, Kinder und Großeltern kamen trotz des wenig frühlingshaften Wetters, um nach der Holzversteigerung das 5. Stadumer Osterfeuer der Neuzeit gemeinsam zu feiern. Die Auktion war ein voller Erfolg und das begehrte Brennholz schnell versteigert. Dann entfachte die Stadumer Wehr den großen Gestrüpp-Haufen, und bei kräftigem Ostwind loderten die Flammen schnell hoch auf. Bürgermeister Werner Klingebiel sowie Mitglieder der Gemeindevertretung versorgten die Gäste mit Getränken und Grillwurst. Die Kinder nutzten die Gelegenheit, zwischen Grünabfällen und Erdhaufen zu toben, und freuten sich über die süßen Spenden vom Kaufmann und der Gemeinde.

Süßigkeiten standen auch im Mittelpunkt der Ostereiersuche in Leck. Der Handels- und Gewerbeverein, das Gemeindemanagement und die Betreiber des neuen Klettergartens "Filu" hatten zu der traditionellen Aktion eingeladen. Rund 80 Knirpse erforschten das Areal, suchten fleißig nach versteckten Leckereien. Für die Zuspät-Kommer versteckten die Osterhasen heimlich weitere Süßigkeiten - bis die rund 1000 Sachen wirklich in die Kinderhände gelangt waren. Die Großen überzeugten sich derweil von der neuen Attraktion hinter der Straßenmeisterei.

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