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Ausstellung im Packhaus : Tönnings Bürger im Porträt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Noch bis Ende August werden im Packhaus der Eiderstadt die Ergebnisse eines besonderen Fotoprojekts gezeigt: Große Schwarz-Weiß-Porträts zeigen Bürger aus Tönning und der Region.

Eine außergewöhnliche Ausstellung bereichert derzeit das Packhaus in Tönning. Große Schwarz-Weiß-Porträts hängen im Obergeschoss des historischen Gebäudes direkt am Hafen und bilden Bürger aus Tönning und der Region ab. Die Ausstellung ist Teil eines überregionalen und langfristigen Kunstprojektes, wie die beiden Initiatoren, die Autorin Ann-Kristin Jahrmann sowie Fotograf und Künstler Laurenz-Alexander Schettler, bei der Eröffnung erklärten. „Tönning, ein ganz persönliches Stadtbild, bestehend aus Gesichtern, Namen und Statements von Menschen aus Tönning und Umgebung – so kann man den Inhalt der Ausstellung ‚Du und dein (W-)ORT – Porträts grenzenlos‘ wohl am besten beschreiben“, sagte Schettler. Für ihr spannendes Kunstprojekt porträtierten die beiden Menschen, die auch gleich ihr persönliches Statement zu ihrer Stadt abgaben und einen persönlichen Gegenstand zeigten.

Großes Lob kam auch von Tourismus-Direktor Torsten Kreß. „Eine Stadt lebt von Menschen und ihren Erlebnissen.“ Dies sei keine gewöhnliche Ausstellung, sondern eine Präsentation dessen, was Tönning ausmache. Die meisten Teilnehmer des Kunstprojektes waren Zugezogene. „Alle Beteiligten fühlten sich als Zugezogene gut aufgenommen und angenommen, ein höchst aktuelles Thema“, fügte Kreß hinzu.

Zu den Teilnehmern gehörte unter anderem Günther Lefeber. Er hatte vor 50 Jahren den bis heute laufenden Plakatwettbewerb der Hamburger Verkehrswacht ins Leben gerufen. Als er nach Eiderstedt zog, hat er ihn auch hier mit Erfolg eingeführt. Lefeber zeigte sich begeistert über die Idee der beiden Künstler. Eine Stadt einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu bewerten, sei schon lange fällig gewesen. „Die Menschen sind das wertvollste, was eine Stadt hat.“ Der gebürtige Tönninger Carl-Rüdiger Westensee ließ sich von diesem Kunstprojekt ebenso mitreißen. „Ich hoffe, dass sich die Tönninger der Werte ihrer Kleinstadt bewusst werden und die Möglichkeiten, die vor Ort gegeben sind, auch nutzen.“ So könne das Miteinander gestärkt werden und dazu beitragen, dass Tönning lebenswert bleibe. Auch der 33-jährige Hausmeister Björn Hansen gehört zu den wenigen Teilnehmern, die dort geboren sind. Er ist nicht nur handwerklich, sondern auch schriftstellerisch begabt und hält seine Ideen zu seiner Heimat in Gedichten fest. Für ihn ist es wichtig, positiv über sie zu reden. „Malerisch mit schönem Strand, zeig uns deine volle Pracht – märchenhaftes Sagenland, oh wunderschöne Eiderstadt.“ Mit einem Kompliment an seinen neuen Wohnort beteiligte sich der 36-jährige Kameramann Marko Bahr. „Zurück an die Nordsee, daraus ist Tönning geworden“, so Bahr. Hier komme er zur Ruhe und fühle sich den Menschen näher. Und Uwe Wrigge, der vielen auch als Weihnachtsmann bekannt ist, betont: „Tönning hat Lebensqualität und freundliche Menschen. Das ist die Nachricht, die ich mit dieser Ausstellung weitergeben möchte.“ Dieser Ansicht ist auch Ursula Bahlmann-Lucke: „Die Menschen, die hier abgebildet sind, machen nicht nur die Ausstellung sondern auch die Stadt lebendig.“ Erst vor wenigen Jahren sei sie hierher gezogen. „Ich bin hier sehr gut und freundlich aufgenommen worden, das gehört auch zu einer offenen und lebenswerten Stadt.“

Bis Ende August sind die Bilder im Packhaus zu sehen, täglich von 14.30 bis 17.30 Uhr.

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