Tönning : Tönninger beteiligen sich am Tagesstreik der IG Metall

Vor den Hoftoren des Unternehmens positionierten sich die Streikenden schon ab fünf Uhr in der Frühe.
Vor den Hoftoren des Unternehmens positionierten sich die Streikenden schon ab fünf Uhr in der Frühe.

60 Mitarbeiter der Firma Sihi in Tönning standen am Mittwoch (31. Januar) vor dem Werksgelände an der Eider und streikten.

shz.de von
31. Januar 2018, 21:00 Uhr

Die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie treten auf der Stelle, nachdem die Verhandlungen in Stuttgart ergebnislos abgebrochen worden sind. Als Antwort darauf rief die IG Metall ihre Mitglieder zu ganztägigen Warnstreiks auf. Zu den zehn Betrieben an der Westküste, die am Mittwoch (31. Januar) bestreikt wurden, gehörte auch das in Tönning ansässige Unternehmen Flowserve Sihi. Mit roten Warnstreik-Westen ausgestattet begann der so genannte Tagesstreik in aller Frühe, wie Martin Bitter, Geschäftsführer des IG-Metall-Bezirkes Rendsburg berichtete. Und da alle 60 Mitarbeiter in der IG Metall organisiert sind, lief in dem Betrieb nichts mehr.

Die Forderungen, die die Gewerkschaft an die Arbeitgeber gestellt haben, sind glasklar, wie Bitter betonte. „Wir fordern eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um sechs Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, weiter fordern wir eine Wahloption zur Verkürzung der Arbeitszeit bis zu 28 Stunden“, so der 39-jährige Gewerkschaftler aus Rendsburg. „Wir sind auch der Auffassung, dass diese Möglichkeit allen zur Verfügung stehen soll, insbesondere auch denen in unteren Entgeltgruppen.“

Unterstützung bekamen die Streikenden in Tönning auch von Perke Heldt, Regionalsekretärin beim DGB Schleswig-Holstein Nordwest, und vom DGB-Kreisvorsitzenden Mathias Wötzel.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen