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Belebung von Tönnings Innenstadt : Tönning zum Glänzen bringen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Tönninger Verein für Handel und Gewerbe will die Innenstadt beleben. Es sollen Angebote für Einheimische und Urlauber geschaffen werden.

Der Erhalt und die Belebung der Tönninger Innenstadt mit attraktiven Einkaufs-und Einkehrmöglichkeiten steht weit oben in der Agenda des Vereins für Handel, Handwerk und Gewerbe der Eiderstadt (HGV). „Wenn zum Jahresende die Drogerie in der Neustraße schließt, wird es dort noch dunkler“, bedauerte der HGV-Vorsitzende Carl-Rüdiger Westensee in der Herbstversammlung des Vereins. „Das bewegt uns, zumal es aussichtsreiche Möglichkeiten für geeignete Betriebe im Bereich der Innenstadt gibt“, fügte er hinzu. Das sei auch Thema der jüngsten Sitzung im Verkehrs- und Wirtschaftausschuss der Stadt gewesen (wir berichteten). Danach habe es erste Kontakte mit Interessenten für die Eröffnung eines Cafés und eines Bioladens gegeben. Inzwischen sei Tönning in das Städtebau-Förderprogramm aufgenommen.

Westensee sprach sich dafür aus, zur Unterstützung dieses Vorhabens neben einem Arbeitskreis mit Teilnehmern aus dem Verein, der Politik und der Verwaltung einem Förderverein zu gründen. Dieser könne im Gegensatz zum HGV projektbezogene finanzielle Unterstützung einwerben.

Diese Anregung unterstützt auch Prof Dr. Waltraut Kokott, die einer seit Mitte vergangenen Jahres eingesetzten informellen Steuerungsgruppe als wissenschaftliche Beraterin angehört. Sie berichtete von ihren Eindrücken in der dänischen Stadt Faaborg, die hinsichtlich ihrer Struktur und Größe mit Tönning vergleichbar ist. Dort habe es in mehreren ansprechend gestalteten Geschäften häufig kombinierte Angebote von verschiedenen Waren und Dienstleistungen gegeben. Nur zwei von 25 Läden standen leer. In einer anderen Kleinstadt habe sie ein Gemeindezentrum mit Läden und Serviceangeboten gesehen. Vieles sei dort der Initiative und der ehrenamtlichen Mitwirkung der Einwohner zu verdanken. Es sei wichtig, durch besondere Angebote für Einheimische und Touristen die Identität des Ortes als historische Handelsstadt auch in der Gegenwart zu nutzen, betonte die Vortragende. „Wir müssen den Tönninger Brillanten putzen und zum Glänzen bringen.“ Dabei könne der Verein ein Konzept für eine Marketing-Strategie erstellen und zwischen Investoren und den Besitzern von Geschäftsimmobilien vermitteln.

Den geschichtlichen Aspekt dieses Vorhabens berücksichtigt der HGV mit einem neuen Logo, das Eduardo Pampinella entworfen hat. Es zeigt die Silhouette von historischen Häusern des Ortes. Damit soll künftig auf den Informationssäulen entlang der „Schollentour“ geworben werden. Zum Weihnachtsereignis verzichten die Gewerbetreibenden darauf, Lose an die Kunden zu verschenken. „Stattdessen wird es eine digitale Verlosung über den Adventskalender im Internet geben“, erklärte Carl-Rüdiger Westensee. „Am dritten Advent gibt es wieder einen verkaufsoffenen Sonntag“, kündigte er an. An dem Wochenende ist der HGV mit einem Glühweinstand im Packhaus präsent. Spender haben ermöglicht, dass künftig auch die Rademacher Straße festlich erleuchtet sein wird.

Birgit Runte engagiert sich für die jährliche Wochenend-Ausstellung „Kunst im Packhaus“ im Rahmen der Eiderstedter Kultursaison. Sie informierte die Runde darüber, dass der bisherige Sponsor der Veranstaltung dafür im nächsten Jahr nicht mehr zur Verfügung steht. Deshalb bittet sie um Unterstützung durch Spender, die gemeinsam mit der Stadt für die Fortsetzung der regionalen Kunstausstellung sorgen. „Es sind auch kleinere Beträge willkommen“, sagte sie.

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