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Klinik in Gefahr : Tönning wird nicht lockerlassen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bürgermeisterin und Stadtvertreter kämpfen weiter für den Erhalt der Tönninger Klinik. Alle warten jetzt auf die Überprüfung des entscheidenden Gutachtens.

In der jüngsten Stadtvertreter-Sitzung von Tönning gab sich das Gremium einmal mehr kämpferisch gegen die beabsichtigte Schließung des Krankenhauses. Die Fraktionssprecher bekannten sich noch einmal einmütig zur Einrichtung. Es müsse alles, so der Tenor aus der Runde, für den Erhalt getan werden. „Wir haben eine hervorragende Einrichtung. Gerade die Größe ist auch die Stärke des Hauses, weil dort Angebote installiert sind, die es in größeren Häusern nicht geben kann. Das Gutachten steht auf schwachen Füßen“, erklärte Bürgervorsteher Jan Diekmann (SPD). Bürgermeisterin Dorothe Klömmer ergänzte, dass sie gespannt sei auf die Überprüfung des Gutachtens. Bis zur Kreistagsentscheidung im März würden alle beteiligten Akteure weiter in engem Kontakt und Dialog mit Landrat Dieter Harrsen, der Geschäftsführung des Krankenhauses sowie den Eiderstedter Kreistagsabgeordneten bleiben. „Ich habe Vertrauen zu unseren Vertretern. Die Schließung wäre fatal für die gesamte Region. Ganz Eiderstedt stärkt uns dabei den Rücken. Ich selbst lasse nicht locker“, betonte Klömmer. Der Kreistagsabgeordnete und Stadtvertreter Friedrich Busch (CDU) bestätigte, dass man sich die Entscheidung nicht leicht machen werde. Von vielen Abgeordneten sei immer wieder das nicht bis ins Detail offengelegte Zahlenmaterial angemahnt worden. Es habe dann immer geheißen, dass alles via Internet veröffentlicht worden sei. Doch da durchzusteigen, weil erschwert durch viele Verlinkungen, sei im Endeffekt kaum möglich. Die Verwaltung habe ein Papier in Arbeit, auf dem alles detailliert aufgeschlüsselt werden soll. „Das liegt aber noch nicht vor. Es wird zur wichtigen Grundlage werden“, so Busch.

Zum Thema Städtepartnerschaften führte der Bürgervorsteher aus: „Es ist wichtig und gut, dass es nun den vor einigen Tagen gegründeten Förderverein für solche Partnerschaften gibt. Davon können alle Bürger profitieren und wer sich engagieren möchte, ist eingeladen.“ Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit wird in diesen Tagen erfolgen. Diekmann bat darum zu überlegen, ob nicht die Stadt Tönning Mitglied werden wolle. In den meisten Fördervereinen dieser Art seien auch die Kommunen mit im Boot. Das habe auf jeden Fall mehr Signalwirkung. Ein Vereinsbeitritt wecke eventuell aber auch, warnte Hans-Joachim Teegen (CDU), Begehrlichkeiten bei den anderen Vereinen, in denen die Stadt nicht Mitglied ist. Es sei vor Jahren einmal ein Grundsatzbeschluss gefasst worden, wonach sich die Stadt in Vereinen nicht engagiere. Stefan Runge (SPD) sah das anders. Die Stadt sei ohnehin durch die Partnerschaft involviert. Seinem Rat folgend, soll das Thema in Ruhe in den Fraktionen besprochen werden.

Schließlich votierte das Gremium einstimmig für den im Bauausschuss empfohlenen Bebauungsplan Nr. 26 und die 18. Änderung des Flächennutzungsplanes. Im Gewerbegebiet „Am Kreuz“ an der Friedrichstädter Chaussee soll die bisherige Fläche von drei auf 13 Hektar sowie die Traufhöhe für die Gebäude aufgestockt werden. Auch die zweite Änderung des Bebauungsplans Nr. 19 wurde von der Vertretung einstimmig genehmigt. Dabei geht es um die Fläche, begrenzt durch die Bundesstraße 202 im Norden, die Gardinger Chaussee im Süden, den Ziegelhof im Westen sowie die Norderbootfahrt im Osten. Wie berichtet sollen die Möglichkeiten für Bauherrn erweitert und vereinfacht werden. Moderne, auch zweigeschossige Bauten mit allen gängigen Dachprofilen werden erlaubt, ferner wie bisher auch Holz- sowie Reetdachhäuser. Auch die Hundesteuersatzung brachte das Gremium mit einer Gegenstimme auf den Weg. „Sie hat nichts mit den Steuersätzen zu tun. Die bleiben“, erläuterte Büroleiter Matthias Hasse. Da der Gesetzgeber das Gefahrhundegesetz geändert habe und somit nicht mehr die Rasse zähle, musste der Text angepasst werden.








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